Rohstoffe fair und zirkulär

Podcast
FROzine
  • 2020_12_22_FROzine_60min_Rohstoffe
    59:49
audio
50:00 Min.
Parlamentswahlen in Frankreich 2022
audio
22:51 Min.
Sie hätten uns fragen sollen
audio
59:22 Min.
Linzpride: ein queerer* Feiertag, aber nicht alle feiern
audio
50:12 Min.
"Freitag ist ein guter Tag zum Flüchten"
audio
50:00 Min.
Das Hier und Jetzt aus weiblicher Sicht
audio
19:47 Min.
Es gibt nur diese eine Welt für uns alle
audio
50:00 Min.
Grundrechte für die Umwelt
audio
47:13 Min.
Die Zukunft von Community Medien in Europa
audio
49:03 Min.
Europäische Plattformen
audio
34:08 Min.
Beitrag: Menschenrecht Sexualität

Die eigentlich notwendige Nutzungsdauer für ein Smartphone beträgt zwischen 25 und 250 Jahre, damit es CO2 neutral ist- Realität sind im Schnitt 2,7 Jahre in Österreich. Die AG Rohstoffe im Talk legt dar, warum ein anderer Umgang mit Ressourcen unumgänglich ist.

Auf 8 Millionen Österreicher*innen kommen rund 11 Millionen Handys. Laut einer 2015 veröffentlichten Studie der AK Wien beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Handys 2,7 Jahre- im Vergleich dazu wird  eine Jeans seltener, nämlich alle 3 Jahre entsorgt. Dabei sind eine zu kurze Lebensdauer und die mangelnde fachgerechte Entsorgung nur zwei von vielen ungelösten Problem im Zusammenhang mit Hightech-Geräten.

Auch der Abbau der nötigen Schwermetalle steht im Ruf ein schmutziges Geschäft zu sein. Die Elektronik-Fabriken, in denen die Geräte hergestellt werden, tauchen ebenso immer wieder in den Medien auf: unfaire Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen und katastrophale Umweltbilanzen.

Gründe genug, dass sich 2015/2016 ein Bündnis aus NGOs zusammengetan hat, um für soziale und ökologische Wirkungen rund um Rohstoffe zu sensibilisieren. Die AG Rohstoffe tritt klar für die Etablierung sozialer und ökologischer Kriterien in der Rohstoffpolitik ein- auf österreichischer, europäischer und globaler Ebene.

Zwei Vertreter*innen dieser Arbeitsgruppe erläutern im Talk mit Sigrid Ecker wer und was die AG Rohstoffe genau ist, welche Ziele sie verfolgt und wie sie diese zu erreichen versucht:

  • Lena Steger, Ressourcen-Campaignerin  Global 2000 und
  • Herbert Wasserbauer, Projektreferent für länderübergreifende Projekte und Lateinamerika
     der Dreikönigsaktion

Es geht um Verantwortung übernehmen für globale Lieferketten, Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft, Handels-und Entwicklungspolitik, Recycling, faire Löhne, Arbeitsbedingungen und darum, die Nutzungsdauer der Geräte zu erhöhen: „Wenn alle Europäer*innen ihr Smartphone um ein Jahr länger benutzen würden, könnten wir 2 Millionen Tonnen CO2 einsparen“, sagt Lena Steger.

Was müssen Politik und Wirtschaft tun? Wie kann man sie dazu bewegen? Und was können wir alle tun?

Zum Beispiel die bis Ende des Jahres laufende Petition unterzeichnen: Faire und nachhaltige digitale Geräte für unsere SchülerInnen! 

 

Moderation: Sigrid Ecker

 

Schreibe einen Kommentar