Axel Corti Geschichten

Sendereihe
artarium
  • 2011.07.24_Artarium - Axel Corti Geschichten
    52:48
audio
Hakuna Mutanta
audio
Angelo Branduardi
audio
Pandemie. Nein, Poesie!
audio
Wunst kommt von wönnen
audio
Das goldene Tal
audio
New Model Army
audio
Kein Jahresrückblick
audio
Irgendwas mit Georg Kreisler
audio
Symphonie Symposion
audio
Gesicht im blinden Spiegel

Das Artarium würdigt Axel Corti als einen großen, weil zutiefst menschlichen Geschichtenerzähler und präsentiert hierzu seinen allerletzten Schalldämpfer vom 26. 12. 1993, den er noch wenige Tage vor seinem bereits zu erwartenden Tod produziert hat. Was für eine Geschichte ließe sich denn im Angesicht des eigenen Sterbens erzählen, um dem lebenslang selbst gestellten Anspruch an Authentizität auf  bescheidene Weise halbwegs gerecht zu werden? Eine chassidische Legende womöglich – und zwar die vom Rabbi Hillel, der noch einmal kurz aus dem Jenseits zurück kehren kann, um seinen Schülern die eine, die wesentliche Lebensfrage zu verdeutlichen…

Also plündern wir wieder einmal den archivarischen Fundus des ORF und fördern ein paar Perlen zu Tage, die uns im wahrsten Sinn zum Eigenen anstiften. Zum Erzählen der für unsere Entwicklung bedeutsamen Geschichten, aber auch zum Erforschen und Erproben einer nachgerade genialen Sprechweise, die einfach gehört gehört.

Sobald man sich aber ehrfurchtlos genug an den Künsten seiner Vorbilder versucht, geschieht etwas recht Eigenartiges. Der Unterschied zwischen Meister und Schüler verschwimmt zusehends und aus beider Begeisterung entsteht etwas Neues und Eigenständiges, ähnlich wie ein Kind aus der Verschmelzung zweier Liebender entspringt, eine ganz eigene, lebendige und sich selbst weiter erzählende Geschichte, der beim Wachsen und Werden beizuwohnen höchste Lust bedeutet und die alle an ihrem Zustandekommen Beteiligten mit einem zärtlichen Stolz auf ihr Eigenleben erfüllt. Eine ähnliche Liebschaft war übrigens beim diesjährigen Wettlesen um den Bachmannpreis zwischen Antonia Baum und Thomas Bernhard zu erleben, den gralshütenden Literaturverwaltungsmetzgern sei es hiermit noch einmal ins Leere gespuckt: Antonia Baum – Wie ich einmal vorlas. (FAZ)

Wir spannen unsere Lebenswirklichkeit auf – zwischen Selbstsuche und jüdischer Kultur, zwischen Menschlichkeit und Abgrund, zwischen Beobachtung, Überleben, Stellungnahme und überhaupt – inzwischen unterwegs. Und wir laden euch ein, ein Stück dieses Wegs zu sich selbst mit uns zu gehen, zu erleben – und auch selbst zu erzählen

“Der Dialog zwischen den Politikern und den Künstlern – gibts den, oder ist das ein Scheindialog?” Hier unsere diesbezügliche Schalldämpfer-Signation, einfach anklicken und – gut zu hören! “Angesichts des Todes ist alles nichtig. Nichtig und lächerlich.”

Weitere Geschichten und Erzählungen im Artarium-Blog.


12 Kommentare

  1. Entschuldigen Sie bitte vielmals, ich sollte vorher genau lesen, bevor ich schreibe. Ich habe gerade entdeckt, was ich gesucht habe, auf dieser Seite. Wie dumm von mir!
    Verscmämte Grüße, Proschat Madani

    Antworten
  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    können Sie mir verraten, ob die Sendung vom 26.12.1993, in der Axel Corti die Geschichte des Rabbi Hillel erzählt, als Mitschnitt erhältlich ist? Ich habe sie damals gehört und war sehr bewegt davon. Sollte es keinen Mitschnitt geben, finde ich irgendwo den gesamten Text als PDF Datei? Für eine Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar. Liebe Grüße, Proschat Madani

    Antworten

Schreibe einen Kommentar