Zeitreise in die 70er Jahre: Broadside Mobile Workers‘ Theatre

Sendereihe
Einmal um die Welt
  • EudW_Broadside
    61:26
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Im Rahmen des Reproductive Rights Schwerpunktes von Einmal um die Welt hören wir Ausschnitte aus einem im November geführten Video-Gesprächs mit ehemaligen Mitgliedern der politischen Theatergruppe Broadside Mobile Workers’ Theatre, wobei es vor allem um ihre The Working Women’s Charter Show und um die Zusammenhänge zwischen den Anliegen der britischen Arbeiter*innenbewegung und feministischen Themen in den Siebzigern geht. Entgegen der Behauptung in manchen Ankündigungen und Rezensionen des Stücks ging es darin nicht darum, die vielen Fortschritte in Sachen Gleichberechtigung von Mann und Frau zu feiern; vielmehr sollte die Show aufzeigen, was alles noch nicht erreicht wurde, welche erlangten Rechte schon wieder durch drohende Gesetzesänderungen auf der Kippe waren und mit welchen Problemen vor allem Arbeiterinnen im Alltagsleben zu kämpfen hatten. Viele der in der Show angesprochen Themen und Probleme werden euch leider auch im Jahr 2020 noch bekannt vorkommen.

Bis in die frühen Achtziger tourte Broadside mit der immer an die aktuellen politischen und sozialen Umstände angepassten Show durch Großbritannien – mit Aufführungen in Schulen und Universitäten, bei Gewerkschaftsschulen und -veranstaltungen, bei Demonstrationen, im Rahmen von politischen Kampagnen (z.B. der National Abortion Campaign) und an vorderster Front bei Streikaktionen. 45 Jahre nach der Entwicklung der Working Women’s Charter Show treffen sich einige Mitglieder von Broadside im virtuellen Raum wieder und erinnern sich gemeinsam an die Entstehung und Aufführungen des Stücks, an die unterschiedlichen Reaktionen des Publikums und an die Zusammenarbeit und Solidarität der Theatergruppe mit den Kämpfen der Arbeiter*innenklasse.

Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer*innen des Gesprächs: Paula Brown, Lorna Edwards, Kathleen McCreery, Kerrigan Rudon, Ian Saville, Richard Stourac und Martin Vernon. Leider war in dieser einen Stunde Radiosendung nicht Platz für alle Stimmen.

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