Stadtteilradio Schallmoos im Oktober 2020 „Die Legende von der Trennung der Weißen und der Schwarzen“ Teil 1

Sendereihe
Salzburger Stadtteilradio
  • Stadttreilradio Schallmoos Okt. 20 - Die Legende von der Trennung der Weissen und der Schwarzen
    29:29
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Stadtteilradio Schallmoos im November 2020 - Der 2. Teil von "Die Legende von der Trennung der Weissen und der Schwarzen", afrikan. Märchen aus der Sammlung von Blaise Cendrars
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Stadtteilradio Schallmoos im September 2020 - Zeugnisse in der "Pflanzerei"
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Stadtteilradio Schallmoos im August 2020 - Neue kleine "Bücherei" und die "Plauderei" im Lechnerpark
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Stadtteilradio Schallmoos im Juli 2020 - Rio`s BikeTalk beim Parklet Sead
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Stadtteilradio Schallmoos im Juni 2020 : „Warum die Weißen ursprünglich Schwarze waren“ - im Zeichen der Solidarität zu „Black Lives Matter“.
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Stadtteilradio Schallmoos im Mai 2020 - Solicafe
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Stadtteil:RADIO Itzling - Projekt Melete & Akwaaba - Afrikanischer Kochkurs
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Stadtteil:RADIO Itzling: Belebtes Denkmal?! Spuren aus Itzling (Teil 1)
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Stadtteil:RADIO Itzling - Belebtes Denkmal?! Spuren aus Itzling (Teil 2)

Liane Barnet liest die Geschichten: „ Die Legende von der Trennung der Weißen und der Schwarzen “ aus „Kleine Negermärchen“, einer Sammlung afrikanischer Märchen von Blaise Cendrars, – eine Fortsetzung der Sendung, die im Juni  „Black Lives Matter “ gewidmet war.

Der Sammler dieser Märchen, Blaise Cendrars, 1961 gestorben,  Dichter und Schriftsteller,  trieb  sich lieber  in Anarchistenkreisen und bei Revolutionären herum. Er war ein Zeitgenosse und Freund von Marc Chagall, Appollinaire und Jean Cocteau, mehr Abenteurer und Vagabund als konformistischer Künstler, sprühend vor Lebenswillen. Seine Romane spiegeln  mit oft heftiger realistischer Fantasie seine Menschenliebe trotz ihrer Bitterkeit wie bei kaum einem anderen Schriftsteller wieder. Damals, als ich diese Märchensammlung  kennenlernte, waren die „ Kleinen Negermärchen“ in Wiener linken Kreisen sehr bekannt.
Zum Titel  ist natürlich zu sagen, dass  dieser heute wahrscheinlich nicht mehr so zu akzeptieren ist. Ich hab es aber nirgends unter einem andern Titel herausgegeben gefunden.

Afrikanische Märchen sind oft in der realen, afrikanischen Lebenswelt angesiedelt. Es sind Geschichten, die erklären sollen, wie es dazu gekommen ist, dass das Leben so ist, wie es ist… – Eben Versuche einer Weltdeutung.
Es sind Geschichten, die vom Leben erzählen, vom Hunger, vom Essen, von der Kälte und der Trockenheit. – Und vom Aufgefressenwerden.
Und die Weissen haben  – in diesem afrikanischen Märchen – dann alles, und die Schwarzen den schlechteren Teil abbekommen, zumindest im Schluss, im 2. Teil, der im November gesendet wird.

Aber ist es nicht so ?
Ich stell es jedenfalls zur Diskussion.

Redaktion: Liane Barnet
Musik:  Ali Farka Toure / R.Plant, J.Adams u.a. in „Festival in the Desert“

Bilder

Klassenfoto für Stadteilradio Schallmoos Sept. 20
1600 x 900px

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