Im Gespräch mit Ina Barakauskait, Lebensbetrachtungen aus Litauen – VOR ORT 136

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VOR ORT – Ansichten, Einsichten und Aussichten
  • Im Gespräch mit Ina Barakauskait
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Im Herbst 2018 habe ich einige Tage auf der Turracher Höhe an der Grenze der Bundesländer Steiermark und Kärnten verbracht … ein wenig Entspannung mit Wandern war angesagt. Dazu gehört dann natürlich auch entsprechende leibliche Unterstützung und dabei habe ich in einem Lokal die Kellnerin Ina Barakauskait kennengelernt. Ina ist gebürtige Litauerin und arbeitet nun schon einige Zeit in Österreich.

Im Sommer 2019 war ich mit meiner Familie für 10 Tage auf Urlaub in Lettland und Estland – Ina hat mir zuvor einige Tips gegeben, was ich mir dort in den beiden Nachbarländern von Litauen anschauen kann.

Der Aufenthalt in diesen beiden baltischen Staaten war äußert angenehm. Alles verlief extrem unkompliziert … einzig das Autofahren in Estland war etwas nervig, die Höchstgeschwindigkeit beträgt maximal 90 Km/h und die Straßen sind fortlaufend in ganz kurzen Abständen von fixierten wie aber auch von mobilen Radargeräten überwacht. Kurz vor ihrer Hauptstadt Talinn werden die Esten auf der Autobahn mal übermütig und erlauben 110 km/h. Estland wäre also ein spannendes und interessantes Terrain für unseren ehemaligen Minister für Verkehr, Innovation und Technologie, Norbert Hofer, der ja während seiner kurzen Amtszeit streckenweise auf unseren Autobahnen eine Geschwindigkeit von 140 km/h zuließ.

Wenn ich in ein anderes Land reise, beschäftige ich mich viel mit der Lebenssituation dort. Dabei habe ich festgestellt, dass die baltischen Staaten eine extreme Bevölkerungsabwanderung erlebt haben – seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1991 haben sie im Schnitt um die 25 % ihrer Bevölkerung durch Abwanderung verloren.

Grund genug für mich, mich mit Ina in Verbindung zu setzen und sie zu fragen, was denn sie so erlebt, wenn in ihrem Heimatland die Bevölkerung weniger und weniger wird. Dabei hat sie gerne zugesagt, einen Radiobeitrag mit mir darüber zu machen. Da mir der Weg zur Turracher Höhe dabei doch etwas zu weit war – haben wir unser Gespräch übers Telefon geführt.

Christian Aichmayr

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