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Wake up – mit Louie Austen

LOUIE AUSTEN –
the crooner of a special kind

„In der Kunst muss es um Leben und Tod gehen, sonst ist es keine Kunst.“ – Louie Austens feste Überzeugung. Auch „Ich werde nie in Rente gehen. Wahrscheinlich werde ich auf der Bühne sterben, aber des is mir wurscht.“ Der Wiener Crooner ist nun schon seit über 10 Jahren in der elektronischen Musikszene beheimatet und mag einfach keine halben Sachen. Was er macht, macht er ganz und mit vollem Einsatz. Und ohne Rücksicht auf Verluste. Das hat ihn zwar im Laufe seines bewegten Lebens ein paar Mal – wie er im Wiener Dialekt so schön sagt – „ordentlich auf die Gosch’n“ fallen lassen. Es hat ihn allerdings auch zu dem gemacht, was er heute ist: Ein Künstler, der seinen Zenith noch lange nicht erreicht hat.

Aber wie fing das denn eigentlich alles so an? Zwischendurch wundert Louie sich immer wieder selber über den formidablen Status, den er sich in einer Szene erarbeitet hat, von der er vor etwas mehr als einer Dekade noch gar nicht wusste, dass es sie gibt. Nun, das war so:

1999 bringt die umtriebige Wiener Electro-Szene eine neue und überraschende Idee hervor. Ein Wiener Underground-Produzent konterkariert seine experimentellen Elektronik-Tracks mit Louie Austens samtiger Stimme. Er hat den klassischen Jazz-Crooner in einem Tonstudio kennengelernt und ihm eine Zusammenarbeit vorgeschlagen.

Der damals 53-jährige Austen hat da schon ein abwechslungsreiches Leben in den verschiedensten Teilen der Welt und eine bewegte Karriere als Performer hinter sich. In den 70er-Jahren ist er nach Südafrika und Australien als Jazzsänger in Clubs und auf Bühnen in New York, Pittsburgh und Las Vegas aufgetreten. Nach seiner Rückkehr nach Wien, hat der Sänger als Entertainer in der Klimt-Bar des Wiener Hilton Hotels internationales Flair verbreitet und war später im Hotel Marriott für das gesamte Entertainment zuständig. Daneben schrieb und produzierte er Shows wie „Viva Las Vegas“ oder „American Superstars“, mit denen er durch Europa und die USA tourte. Er wirkte auch in zahlreichen Spielfilmen mit.

Für jeden anderen ein idealer Zustand, aber nicht für Louie Austen. Ein sicherer und gut bezahlter Job passt nicht in das Leben, das er führen will. Er findet die elektronischen Beats und Sounds der jungen Electro-Szene reizvoll. So entsteht das erste Album „Consequences“ (1999), das in der Clubszene gut ankommt. Als dieses bei ersten Konzerten erfolgreich ist, fällt Louie eine mutige Entscheidung. „Ich habe damals kurzerhand beschlossen, dass ich alle anderen Jobs kündige und dieses neue Projekt zwei Jahre lang intensiv verfolge“, erinnert er sich, „ich hab mir gedacht, wenn ich nach zwei Jahren auf der Straße sitze, muss ich halt wieder zu den alten Jobs zurückkehren. Aber ich wollte und musste das unbedingt ausprobieren.“

Es ist eine typische Handlung für einen Mann, der sich selbst als rastlos suchenden, kindlich neugierigen Menschen empfindet. Der stets auf neue Herausforderungen eingeht und dabei in Kauf nimmt, dass er manchmal auch auf die Nase fällt. Doch Routine und künstlerischer Stillstand sind ihm ein Greuel. „Jeden Tag wieder Neues zu versuchen ist das, was mich wach, drahtig und jung hält.“

Natürlich war nach zwei Jahren nicht Schluss mit dem Experiment. Im Gegenteil: Gemeinsam mit Pionieren der Wiener Elektronik produzierte Austen zwei weitere Alben, das 2001 erschienene „Only Tonight“ und „Easy Love“ (2003). Für Austen war die Berührung mit elektronischer Musik ein Glücksfall, den er sehr wohl zu schätzen weiß. „Da hat mit 53 eine ganz spezielle Phase meiner Karriere begonnen“, zeigt er sich dankbar, „mein Leben ist in den letzten Jahren unvergleichlich besser, weil ich meine eigenen Songs darbieten kann und ich Publikum dafür finde.“

Es ist nichts weniger als die Verwandlung von einem reinen Entertainer, der in Rollen schlüpft, in einen eigenständigen Künstler, die ihm seine neue Musik ermöglicht hat. Der Reiz des Louie Austen liegt vor allem darin begründet, dass er den Entertainer bei dieser Verwandlung nicht abgestreift hat. Er hat all sein Wissen um fulminante Unter-haltung, um eine gute Show, er hat seinen Charme, sein Charisma und den Style des weltgewandten Entertainers in das Universum des elektronischen Underground mitgenommen. Er ist eine Integrationsfigur, die verschiedenste Genres verbindet, die als nicht kompatibel galten. So gelingt es ihm seit Jahren, vermeintliche Gegensätze und in der Folge auch Vorurteile aufzulösen: Jazz und Dance-Beats, fortgeschrittenes Alter und Jugendszene, smarter Style und Underground. „Ich kann Versöhnung sein“, beschreibt er seine Position, „die Brücke zwischen alt und neu, zwischen jung und alt.“

Louie ist diese Brücke. Insofern kann man seine Rolle im Musikgeschäft gar nicht hoch genug einschätzen. Und ganz nebenbei besitzt er die Fähigkeit, existenzielle Sorgen zu zerstreuen. „Jetzt wo ich dich gesehen habe“, sagen viele junge Menschen nach seinen Konzerten, „habe ich keine Angst mehr davor, älter zu werden.“ Ein schöneres Kompliment kann man eigentlich gar nicht bekommen.

Es tut sich viel bei Herrn Austen: 2006 wurde sein vierter Longplayer „Iguana“ auf klein records veröffentlicht mit Phonique, Melnyk und Friction auf dem Produzentenschemel. 2007 gründete er sein Eigenlabel LA MUSIC (kurz für Louie Austen Music), mit den Erstreleases „Summer Love EP, „(Dreams Are My) Reality EP“ (Richard Sanderson Cover bekannt aus den La Boum Filmen feat. Senor Coconut & His Orchestra), sowie der Zusammenarbeit mit Ex-Blumfeld Keyboarder und Commercial Breakup Mastermind Vredeber Albrecht auf der „Too Good To Last EP“. Mit Senor Coconut war Louie auch 2008 auf „Around The World“ Tour quer durch Europa unterwegs & hat auf ihrem gleichnamigen Album mitgewirkt.

2009 wartete Louie mit einer Liebeserklärung an Amy Winehouse auf – nachzuhören auf der von Parov Stelar produzierten „My Amy EP“, die auf Stelars Label Etage Noir erschienen ist.
Tjumy / Whare griffen sein „Coconnut Girl“ für eine Remix EP neu auf, mit der polischen Schauspielerin und Sängerin Ada Fijal im Duett sang Louie „Take Your Time“, er war mit von der Partie auf den „Turbo Love Remixes“ der australischen Bag Raiders und nahm mit Coco Fay für Kontor den Track „Deep Time Thunderstorm“ auf.

Im Juni 2010 erschien das neue Phonique Album „Kissing Strangers“ auf Dessous, für das Louie „Endless Love“ gecroonert hat und die neue Rodion EP “Rodion Forever” auf Gomma mit einer Louie-Neuauflage von Bruno Martinos 50er Schmachtnummer „Estate“. Sozialkritisch und in ungewohnt grantigen knarzigen deutschen Tönen gings dann November 2010 weiter, als Remute zusammen mit Louie seine „Der Gute Mensch EP“ auf die Massen los liess.

2010 dann gleich drei LA Music Releases, ein Triptychon: Im September das Album-Single-Omen (in Form der „Paris / Make Your Move Remixes“), Ende Oktober endlich der langersehnte Album-Nachfolger zu „Iguana“: Ja, nach 4 Jahren „nur“ EPs und Koops endlich das neue Louie Austen Studioalbum, ein Doppelalbum bestehend aus „Last Man Crooning“ dem Album & „Electrotaining You!“ dem Remixalbum. Louie als letzter seines Standes, der Last Man Crooning sozusagen. Kurz vor Weihnachten erschien dann Teil 3 – die 2. Single mit Remixes; die I Wander / Now Or Never Remixes. Electrotaining you – dearests?

2011 wartet Louie wieder mit zahlreichen Kooperationen im Ärmel auf, zum Beispiel auf einem neuen Eric D´Clark Release, wie auch auf dem neuen Maertini Broes Album „Moved By Mountains“. Weiterer smarter Sozi-House aus dem Remute feat. Louie Austen Labor ist zu erwarten nebst vielen anderen Aktionen, man darf gespannt sein. Ausserdem bemüht sich euer Chefcrooner ums Redlichste, Österreich beim Eurovision Songcontest im Mai 2011 in Düsseldorf zu vertreten.

Doch nicht nur im Musikbereich wütet Herr Austen: Desweiteren hat sich Louie auch im Theater und beim Film rumgetrieben – in dem 2008 mit einem Oscar als bester ausländischer Film gekrönten „The Counterfeiters / Die Fälscher“ von Regisseur Stefan Ruzowitzky („Anatomie“) ist Louie in einer Nebenrolle als Casino-Zocker zu sehen und feierte Erfolge im Wiener Burgtheater in einer Neuinszenierung von Nestroys Stück „Höllenangst“.

Selbstverständlich croont & schmachtet Louie regelmässig & fleissig in den Clubs der Welt, ist aber auch der Cascade Bar des Wiener Marriott Hotels seit 25 Jahren treu geblieben, genauer gesagt ist da ein jeder Samstag Louie´s Saturday mit wechselndem Programm. Come on over, have a drink!

DISCOGRAPHIE:

„CONSEQUENCES“ (Album – Cheap 1999)
„ONLY TONIGHT“ (Album – Cheap/Kitty-Yo 2001)
“AMORE” (Single – Cheap/Kitty-Yo 2001)
„HOPING“ (Single – Cheap/Kitty-Yo 2002)
„EASY LOVE“ (Album – Cheap/Kitty-Yo 2003)
KORSAKOW FEATURING LOUIE AUSTEN „OPEN UP YOUR HEART“ (Single – Komfort 2005)
„MORE“ (Single – Universal 2005)
„HEAVEN’S FLOOR“ (EP – Universal 2005)
“HEAR MY SONG: THE BEST OF LOUIE AUSTEN” (Best Of – Tirk Records 2006)
„IGUANA“ (Album – klein records 2006)
„DISCO DANCER“ Remixes (Single, klein records 2006)
„SUMMER LOVE EP“ (EP – LA Music 2007)
„DREAMS ARE MY REALITY EP“( EP – LA Music 2007)
„TOO GOOD TO LAST EP“ (EP – LA Music 2008)
„MY AMY EP“ (EP – Etage Noir 2009)
ADA FIJAL FEATURING LOUIE AUSTEN „TAKE YOUR TIME“ (Single – PatPong Records 2009)
“MAKE YOUR MOVE RUEDE HAGELSTEIN REMIX” (Limited Vinyl – Lebensfreude, 2010)
„PARIS / MAKE YOUR MOVE REMIXES“ (Digital-Single – LA Music, 2010)
“LAST MAN CROONING / ELECTROTAINING YOU!” (Double album 2CDs – LA Music, 2010)
“I WANDER / NOW OR NEVER REMIXES” (Digital-Single – LA Music, 2010)
“WHAT A COMEBACK ! (Album CD – Monkey Music 2012)

MUSIC VIDEOS
“REMEMBER” – directed by Tina Schula for cheap, 1999
“AMORE” – first version, directed by Tom Kimmig for kitty-yo, 2001
“AMORE” – second version, directed by Tina Schula for cheap, 2001
“HOPING” Matthew Herbert´s High Dub remix, kitty-yo / cheap, 2002
“MORE” – Universal, 2005
“BOOM BOOM” – directed by Progressive Pictures, 2007
“DREAMS (ARE MY REALITY)” – directed by Progressive Pictures, 2007
ADA FIJAL FEATURING LOUIE AUSTEN „TAKE YOUR TIME“ – 2009
RODION FEATURING LOUIE AUSTEN “ESTATE” – directed by Patrick Spanbauer, 2010
“MAKE YOUR MOVE RUEDE HAGELSTEIN REMIX” – directed by Lebensfreude, 2010
PHONIQUE FEATURING LOUIE AUSTEN „ENDLESS LOVE“ – directed by Patrick Spanbauer / OnScreen, 2010
„MAKE YOUR MOVE“ (Original) – directed by Patrick Spanbauer / OnScreen, 2010

JOYCE MUNIZ feat. LOUIE AUSTEN „MORNING LOVE“ / 2012

„ SHAKE YOUR BONES“ – directed by David Kleinl / 2013

PRESS QUOTES / PRESSESTIMMEN

„Der Jugendkult ist ein Auslaufmodell. Senioren sind die neuen Sexsymbole.“ POLYLUX / ARD

„Gallionsfigur der Best Ager! Seine Songs hören sich genauso elegant an, wie seine Anzüge aussehen und prickeln so angenehm wie ein gutes Glas Champagner. Wunderbare Leichtigkeit und Frische. Da wähnt man sich direkt unter den Palmen der Còte D`Azur. Louie Austen ist ein Tausendsassa und verzaubert mit schmeichelnder Stimme und hippen Beats sowohl Best Ager als auch Teenies.“ STERN

„Niemand auf der Welt singt so glaubwürdig von Lust, Liebe und Leid wie Austen. Da kann Bublé einpacken und wirkt noch grün hinter den Ohren. Frank Sinatra goes Elektrodubswing.“ FRANKFURTER RUNDSCHAU

„Der perfekte Gentleman, der perfekte Entertainer. Wir können nicht genug kriegen von den herrlich entspannten Songs mit Gänsehautbassstimme. Mehr von dem Frank Sinatra auf Housebeat! Mehr von diesem Sex-Appeal und dem strahlenden Lächeln. Der Charme des Entertainers ist überwältigend und trifft jeden mitten ins Herz. Dieser Mann entspricht den Superlativen und ist nicht nur groß, sondern großartig.“  IMMERGUT FESTIVAL

“Dem verführerischen Charme das Altmeisters erliegt die Clubszene schnell.“ MTV

„Live-Show besuchen und sich umhauen lassen von Louie Austens Präsenz, seinem Charme und seiner Stimme. Stimmliche Königsklasse!“ MUSIKEXPRESS

„Komplett in Neonlicht getaucht und dazu Louie Austen– Spart euch den Flug nach Nevada, bewahrt euch vor der Spielsucht und geht eine Runde tanzen!“ SPEX

„Der unvergleichliche Crooner aus Österreich ist produktiv wie nie zuvor und begeistert mit einer Mixtur aus Pop, Easy Listening und Elektronik.“ MUSIKWOCHE

“Louie Austen weiss seinen Novelty-Schmäh so einzusetzen, dass er in beiden Welten geliebt wird: im Unterground-Club gleichermassen wie beim Ärztekongress.” INTRO

“Kann man Louie Austen nicht mögen? Aufgrund seiner Präsenz und langen Erfahrung kann er zu vielen Musiken singen und von jeder Bühne aus Zucker geben.” GROOVE

„Augenzwinkernd und lässig zieht er seine ironische Bilanz musikalischer Trends und Moden. Der Mann hat Charisma!“ LOOP

“Noch besser als jemals zuvor. So glamourös kann also das Altern sein.” MOTOR.DE

„The smoothest voice on the Eastern side of the Pond, and quite the fashion statement too if I do say so myself.“ FREDDIE DEJESUS
“Lounge wizard Louie Austen resembles nothing less than your devilishly dashing bachelor uncle. His English is straight out of a Sinatra comedy and his conversation is littered with `50s showbiz expressions.” DAZED & CONFUSED

„Louie Austen manages to sustain the element of class that the rat-pack possessed whilst adding an extra spark of modern originality.“ CHIC TODAY

‚Louie Austen could brag about having the most contrasting musical career of all – he has a voice and lounge panache that could give even Sinatra a run for his limo‘ CLASH

“Frank Sinatra meets Kraftwerk – a definite must see” BLOOM FESTIVAL

„This guy is the perfect mix between Sinatra, Barry White and Leonard Cohen on steroids!!“
Fan comment

„Hail the birth of Croonwave! Enjoyed best with a great deal of alcohol, a mirror ball, many (drunk) friends, and ladies…you’ll want to pack an extra pair of panties to throw on stage. Yeah, Louie’s that hot. Just ask Peaches.“ PROPERLYCHILLED

LINKS
http://www.louieausten.com
http://www.myspace.com/louieaustenmusic
http://www.myspace.com/louieausten
http://www.facebook.com/pages/Louie-Austen-Music/114516613471

Moderation: Wake up Team
Stay tuned!

wakeup – main

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Wakeup ORANGE Zu hören auf Orange 94.0
Produziert am:
09. Mai 2020
Veröffentlicht am:
14. Mai 2020
Ausgestrahlt am:
09. Mai 2020, 11:00
Thema:
Gesellschaft
Sprachen:
RedakteurInnen:
Christian Rolly, Konrad Müller
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Christian Rolly
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