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Mit der Einführung digitaler Technologien und algorithmischer Entscheidungssysteme (ADM)
wird oft die Erwartung verbunden, dass diese mittels objektiver Daten und Berechnungen zu
gerechteren – weil von menschlichen Vorurteilen freien – Entscheidungen führen. Doch ist
dies tatsächlich der Fall? Welche aktuellen Tendenzen sind feststellbar und (wie) kann es dazu
kommen, dass Algorithmen diskriminieren? Wie verändert Digitalisierung die Mechanismen
gesellschaftlicher Diskriminierung? Und brauchen wir eine feministische KI? Im Vortrag wird diesen
Fragen nachgegangen und mit Blick auf Geschlechterverhältnisse und soziale Ungleichheit anhand
aktueller Befunde wissenschaftlicher Studien beantwortet und diskutiert.

ILONA HORWATH ist Juniorprofessorin für Technik und Diversität an der Fakultät für Maschinenbau
der Universität Paderborn. Die Soziologin forscht an den Schnittflächen von Technik und Gesellschaft.

Kommentar: Heike Welte, Institut für Organisation und Lernen, Universität Innsbruck
Moderation: Heidi Siller, Gender Medicine Unit, Medizinische Universität Innsbruck