• 2020-01-22-Gesamt
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# Aktuelle Meldungen
Radiopreis der Erwachsenenbildung für Radio Helsinki
– 27.1. Weltweiter Holocaust-Gedenktag

# Mülkiye Laçin wieder in Wien
Seit Mitte Februar ist Mülkiye Laçin wieder zurück in Wien. Die Pädagogin, Feministin und Schauspielerin wurde im Sommer 2019 während ihres Urlaubs in der Türkei verhaftet und nach einem Tag Verhör entlassen. Sie durfte aber bis vor kurzem nicht aus der Türkei ausreisen. Nach monatelanger Ungewissheit darüber, warum sie angeklagt wurde, begann am 9. Februar der Prozess in der Türkei und Mülkiye Laçin durfte wieder nach Österreich ausreisen. Das Verfahren ist damit jedoch noch nicht beendet. Wie es weitergeht bleibt unklar. Radio Orange hat Mülkiye Laçin in Wien getroffen und mit ihr über ihre aktuelle Situation gesprochen.
Mehr Infos findet ihr auf der Website des Solidaritätskomitees freemuelkiye.wordpress.com.

# Rojava: Zur aktuellen sozialen und politischen Situation in der Föderation Nord- und Ostsyrien
Kurz zur Erinnerung: Rojava liegt im Westen Kurdistans und im Norden Syriens und ist ein autonomes Gebiet in Nordsyrien, entlang der Grenze zur Türkei. Bereits seit 2012 wird dort eine basisdemokratische Selbstverwaltung aufgebaut.
Im März 2016 wurde es von kurdischen, assyrisch aramäischen, arabischen und turkmenischen Vertreter*innen offiziell als autonome Föderation Nordsyrien proklamiert. Ein kostenfreies Medizinsystem wurde eingerichtet. Ärztliche Versorgung wird unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Einkommen gewährt. Nach denselben basisdemokratischen Grundsätzen sind alle gesellschaftlichen Strukturen Rojavas organisiert. Der Aufbau demokratischer Strukturen in Rojava beinhaltet und heißt auch den Aufbau starker Frauenstrukturen. Frauen bilden eigene Komitees und sind auf allen Ebenen beteilig.
Der syrische Bürgerkrieg, die Verteidigung gegen den sog. Islamischen Staates (IS) und vor allem die drei großen türkischen Militäroffensiven und -invasionen, gegen Rojava 2016, 2018 und zuletzt 2019, stellen das basisdemokratische System vor fast unlösbare Aufgaben. Die Versorgung einer immensen Anzahl Verletzter und ca 300 000 Flüchtender bringt das Gesundheitssystem extrem an seine Grenzen.
Radio Dreyeckland sprach mit Michael Wilk. Er ist Arzt und Psychotherapeut und war seit 2014 regelmäßig im umkämpften Rojava. Er unterstützt vor Ort die medizinische Versorgung und arbeitet eng mit dem Kurdischen Roten Halbmond zusammen. Er gibt Einblicke in die aktuelle Situation vor Ort.

# Veranstaltungshinweise