• 2019_10_24_unerhoert Shortcut_Rojava
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Am Samstag den 12. Oktober rief die Plattform „Solidarisches Salzburg“ zum Protest gegen den türkischen Angriffskrieg gegen die KurdInnen in Nordsyrien auf. Um 13.30 Uhr startete eine Demonstration am Salzburger Hauptbahnhof, die zum Platzl führte. Hintergrund ist der Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien, den Präsident Erdoğan am Mittwoch angeordnet hat. Die Militäroffensive richtet sich gegen die demokratische Selbstverwaltung der KurdInnen, die federführend waren im Kampf gegen die Terror-Miliz „IS“.

Befürchtet werden Vertreibungen Seit dem überraschenden Abzug der US-amerikansichen Truppen durch Donald Trump, wurde international mit einem Angriffskrieg gerechnet. Die türkische Regierung hat angekündigt, einen 30 km breiten und über 400 km langen auf syrischem Territorium zu besetzen. Dort möchte Erdoğan syrisch-arabische Vertriebene ansiedeln. Massenvertreibungen sowie das erneute Erstarken terroristischer Gruppen, von denen einige mit den türkischen Streitkräften zusammenarbeiten, drohen.

Es ist die Rede von eine Angriff auf demokratische Selbstverwaltung In Nordsyrien leben seit 2012 die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen – KurdInnen, AssyrerInnen, AraberInnen, ArmenierInnen und andere – friedliche zusammen. Sie haben eine eigene demokratische Verwaltung aufgebaut. Die türkische Regierung will genau diese demokratische Selbstverwaltung vernichten. So, wie sie es zuvor in Afrin getan hat. Nun droht der „Islamische Staat“ wieder zu erstarken. Die Assad-Diktatur will ebenfalls die Kontrolle über Nordsyrien übernehmen.

Bitte um Solidarität mit Rojava Die „Syrischen Demokratischen Kräfte“ waren maßgeblich im Kampf gegen den „IS“ beteiligt und haben einen hohen Blutzoll bezahlt. Nun werden sie angesichts des türkischen Angriffs alleine gelassen. Die Regierungen der USA, Russlands und Europas sind direkt mitverantwortlich für das, was jetzt passiert. Sie stellen der Aggression des Erdogan-Regimes nichts entgegen und sehen zu, wie unzählige Menschen in Nordsyrien bedroht und vertrieben werden.

Auch in Salzburg leben Menschen aus Nordsyrien, die Familienangehörige in Städten haben, die jetzt von der Türkei bombardiert werden. Österreich und die EU müssen Druck ausüben für einen sofortigen Stopp des Angriffskrieges. Anstatt Erdoğans autoritäres Regime weiter mit Waffen und Milliardenzahlungen zu unterstützen, braucht es Unterstützung für die Menschen in Rojava, die für Frieden, Selbstbestimmung und Demokratie eintreten.

Die Forderungen der Demonstrant*innen

  • Sofortiger Stopp des türkischen Angriffskriegs und Rückzug der türkischen Truppen aus Syrien,
  • Sofortige Beendigung der Rüstungsexporte und militärischen Beziehungen mit der Türkei
  • Recht auf Selbstbestimmung der Bevölkerung in Rojava Nordsyrien

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Samstag: 19.10- um 14 Uhr am Platzl – Solidatiät mit Rojava – Politische Aktion! Die Situation in Nordsyrien hat sich nicht verbessert – die türkische Regierung führt weiterhin einen Angriffskrieg gegen die dortige Bevölkerung!
Inzwischen sind hunderte Menschen ums Leben gekommen und hundertausende auf der Flucht.
Die Veranstalter*innen rufen zu einer politischen Aktion auf, bei der sie sich symbolisch für die Toten in Nordsyrien mit weißen Tüchern bedeckt, die Linzergasse hoch zu zweit, zu dritt nebeneinander auf den Boden legen. Es werden Leute gesucht, die weiße Leintücher oder weiße Vorhänge mitbringen und Menschen, Menschen, die neben den am Boden liegenden Informationsmaterial an die Passant*innen verteilen ! Ziel ist, die Menschen in Salzburg auf die Situation in Nordsyrien aufmerksam zu machen!