Angels in America

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Das Theaterstück „Angels in America“ von Tony Kushner, der dafür den Pulitzer-Preis erhielt, verarbeitet eine durchwachsene Phase der US-amerikanischen Geschichte. Die McCarthy-Ära prägte das Land für Generationen, aber auch gesellschaftliche Wandlungen haben an vielen Grundwerten gerüttelt. In seinem Stück vereint Kushner reale Personen mit fiktiven Gestalten. Themen wie AIDS, sexuelle Revolution, politische und gesellschaftliche Normen prallen schonungslos aufeinander. Obwohl die Handlung an eine Epoche gebunden scheint, ist die Aktualität zentraler Aspekte allgegenwärtig.
Mari Mezei strukturierte Kushners Stück zu einem Libretto um und gab der dichten Handlung eine operntaugliche Gestalt. Peter Eötvöś Opernversion zeichnet sich durch ein höchst differenziertes Klangbild aus, das Poesie und Melancholie ebenso beinhaltet wie eine pointiert eingesetzte Derbheit.
Radio Positiv hat die Proben zur österreichischen Erstaufführung begleitet und mit Matthias Oldag (Regisseur), Wolfgang Resch (Joseph  Pitt) und Caroline Melzer (Engel) über die brennende Aktualität des Stücks gesprochen und Peter Eötvöś hat über seinen  spannenden Werdegang und die fesselnde Entstehungsgeschichte der Opernversion erzählt.
Angels in America ist noch am 28., 29.09. und 1.10.  im Museumsquartier Halle E  zu sehen…
https://neueoperwien.at

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