• FROzine_Perspektivwechsel und Engagement fuer unser Klima_2019_09_18
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Warum fällt es so schwer, die erhitzte Lage der Erde zu entspannen? Warum sprechen wir immer von der Beseitigung der Krise? Immerhin geht es um unsere schöne Natur, auf die wir alle in Österreich und der Welt doch so stolz sind. Die Natur selbst ist doch kein Problem. Sollen wir den weltweiten CO2-Ausstoß reduzieren damit wir danach munter weiter konsumieren können wie bisher? Was kommt nach der Beseitigung der Krise? Nachdem wir die Erde endlich wieder ruhig gestellt haben?

Die Klimakrise ist ein komplexes Thema und eine Frage wirft gefühlt dutzende weitere auf. Vielleicht ist es da sinnvoll, bei einer ganz grundlegenden Frage zu beginnen: Es sieht für uns aus, als ob wir als Gesellschaft in der Krise oft nur Symptombehandlung betreiben – sollten wir nicht bei den Wurzeln anfangen und unsere Grundeinstellung zum Leben überdenken?

Für ein gutes Leben brauchen wir vielleicht gar nicht so viel. Wir plädieren hier für einen Perspektivwechsel. Entspannter leben, weniger konsumieren. Das nutzen, was man hat. Auf dem Ars Electronica Festival heuer zu finden war ein Schild mit der Frage: „Wie kommen wir eigentlich wieder raus aus der Wegwerfgesellschaft 2.0?“
Der Lösungsansatz:

  1. refuse: Sein eigenes Konsumverhalten überdenken
  2. reduce: Was brauche ich eigentlich wirklich? Mehr Qualität, weniger Quantität!
  3. reuse: Einwegprodukte vermeiden: Reparieren statt neu kaufen!
  4. recycle: Wiederverwertung von Rohstoffen: Don’t waste your waste!

Ebenso wichtig sind natürlich Initiativen, die sich aktiv für Klima und Natur auf gesellschaftlicher und politischer Ebene einsetzen. Es ist wichtig, dass diese kleinen Ideen nicht in der Schublade verschwinden, sondern mutig umgesetzt und größer werden.

Lisa Matzi (And The Future?), Paula Trepczyk (CliMates Austria) Fotocredits: Lisa Matzi (links), Martina Trepczyk (rechts)

Die Gästinnen des heutigen FROzine sprechen über ihre Ideen auf dem Weg zum ökologischen Wandel unserer Gesellschaft. Geschichten von kleinen Schritten, die sukzessive größer werden. Zum einen niederschwellig mit motivierenden Tipps und Anregungen für Alltag und Arbeit. Und auf politischer Ebene mit klaren Forderungen und Durchsetzungskraft. Und beide Frauen gehen auch für ihre Anliegen auf die Straße. Sie erzählen ebenso von ihren Erlebnissen bei Demonstrationen bei Fridays for Future oder Extinction Rebellion, als auch über persönliche Beweggründe.

 

Moderation: Georg Steinfelder und Dorota Trepczyk
Gestaltung: Georg Steinfelder