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# Aktuelle Meldungen

# Kein Klimanotstand in Graz ausgerufen
Seit mehreren Monaten engagieren sich in Graz Schüler*innen und Student*innen im Rahmen der weltweiten Fridays For Future-Bewegung. Junge Menschen machen auf die massiven Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam und fordern die zuständigen Personen zum sofortigen Handeln auf. Mit der Aktion „Die-In gegen den Klimakollaps“ am 29.Juni am Grazer Hauptplatz wiesen die jungen Leute auf die tödlichen Folgen von Klimaerhitzung und Naturzerstörungen hin. VON UNTEN war dabei und sprach mit zwei Aktivist*innen über die Aktion sowie über die Anliegen und Forderungen der jungen Bewegung.
Mehr zu Fridays For Future in Graz findet ihr hier.

# Mitverantwortung von EU/Deutschland an der Festnahme von Sea Watch-Kapitänin Carola Rackete
Die Inhaftierung der Kapitänin des Schiffes Sea Watch 3 wurde in den letzten Tagen zum europäischen Politikum. Seenotrettung ist kein Verbrechen – dahinter stellen sich nun auch konservative Politiker*innen – zumindest solange es um den konkreten Fall von Carola Rackete geht. Sie hatte die Sea Watch 3 am Wochenende mit 40 geretteten Geflüchteten an Bord gegen das Verbot italienischer Behörden in den Hafen von Lampedusa manövriert. Seit zwei Wochen mussten die geretteten Geflüchteten und die Crew auf dem Schiff ausharren, weil keine europäische Lösung gefunden wurde – die Kapitänin wurde gezwungen, vom Nothafenrecht Gebrauch zu machen und hat sich damit selbst strafbar gemacht. Erst jetzt haben sich mehrere EU-Staaten dazu bereit erklärt, die 40 geretteten Menschen von der Sea Watch 3 aufzunehmen. Darunter auch Deutschland. Wie diese Debatte aus der Sicht der Organisation Sea Watch zu bewerten ist, das hat die Organisation in einer Pressekonferenz am 2. Juli bekannt gegeben. Radio Corax war dabei.

Mittlerweile ist Carola Rakete frei, der Hausarrest wurde Dienstag abend aufgehoben. Laut Sea Watch wurde der Vorwurf ‚Gewalt gegen Kriegsschiffe‘ verworfen, die Richterin vertrat die Auffassung, dass der Widerstand gegen Beamte „in Erfüllung einer Pflicht“ – der Pflicht, Leben auf See zu retten – gerechtfertigt war. Die Richterin betonte, dass der Entschluss der Kapitänin, den Hafen von Lampedusa als nächsten „Place of Safety“ anzulaufen, notwendig war, da Libyen und Tunisien nicht als sichere Häfen angesehen werden können. Italiens Innenminister Salvini sieht in Rackete eine Gefahr für die innere Sicherheit und will die Kapitänin jetzt ausweisen. Der Termin ist noch unklar. Am 9. Juli soll es bei der italienischen Staatsanwaltschaft noch eine Anhörung geben.

Noch bevor die Freilassung von Carola Rackete bekannt wurde, waren Lirika und Kajetan für VON UNTEN in Graz unterwegs und haben Menschen auf der Straße um ihre Meinung zur Situation befragt.

# Veranstaltungshinweise