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Systematischer Rassismus, Frauenhass und eine Mordserie in Zypern 
Viele ausländische Hausangestellte kommen mittels einer Agentur nach Zypern und arbeiten Vorort für einen Hungerlohn. Politische Rahmenbedingungen machen es fast unmöglich, sich zyprische Care Arbeiterinnen zu leisten. In Zypern gibt es keinen Wohlfahrtsstaat, der auch die ausländischen Arbeitsmigrantinnen schützt. So wohnen diese meist unter demselben Dach, und sind oft im 24-Stunden Einsatz.

Sowohl die rechtliche Lage als auch das gesellschaftliche Ansehen von jenen Migrantinnen ist in Zypern sehr gering. Durch eine Mordserie hat sich diese Haltung deutlich gezeigt. Der Serienmörder, der nach wie vor für Schlagzeilen sorgt, wusste von der prekären Lage der Frauen und suchte den Kontakt via einer Dating App.

Sieben Morde wurden bereits gestanden, weitere werden vermutet.

In dem Beitrag werden aber vor allem auch der systematische Rassismus und die prekäre Lage der degradierten Frauen zweiter Klasse deutlich. Von der Polizei Ernst genommen zu werden, scheint ein Privileg zu sein.

Ein Interview mit der zyprischen Professorin Zelia Gregoriou, über „Systemischen Rassismus, Frauenhass und einer Mordserie in Zypern.“

Ein Beitrag aus dem freien Radio Bern, hier direkt zum Nachhören: https://www.freie-radios.net/95599

 
Silent Cells – Portrait eines Frauengefängnisses in Marokko
Ein Dokumentationsfilm ist anders als ein Spielfilm, es gibt kein konkretes Skript. Das zeigt auch der Dokumentarfilmer Mohamed Nabil, der Frauen in einem Frauengefängnis in Marokko porträtiert hat. 3 Jahre lang musste er auf die Genehmigung warten.

6 Tage lang hat er die inhaftierten Frauen in ihrem Alltag begleitet. Welche Herausforderungen einerseits in der Produktion solch eines heiklen Films stecken, aber auch andererseits mit welchem Stigma diese Frauen wohl ihr ganzes Leben begleitet werden, zeigt der Regisseur. Letztes Jahr im Frühjahr wurde der Dokumentationsfilm erstmals in Marokko ausgestrahlt. Herr Nabil setzt sich unter anderem für einen kritischeren Umgang in der Gesellschaft ein.

Der Beitrag kommt vom freien Radio Corax. Hier gibt’s den Beitrag auch zum Nachhören: https://www.freie-radios.net/95684

 
Krisen, die keine Schlagzeilen machen
Krisen und wie wir sie in Europa wahrnehmen.

Weltweit gibt es unzählige Konflikte, die Menschenleben bedrohen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind zu spüren, während immer mehr Treibhausgase ausgestoßen werden.

Trotzdem erhalten einige Krisen weniger Berichterstattung als andere. Warum ist das so? Eine schier unüberschaubare Zahl an Krisen, erschwerter Zugang für Medien zu Krisengebieten, fehlende Finanzierung – es gibt viele Gründe, warum die internationale Gemeinschaft wegschaut.

Die Medien spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie die Öffentlichkeit, humanitäre Helfer und internationale Organisationen auf Katastrophen reagieren.

FROzine Redakteur Erich Tomandl führte mit CARE Geschäftsführerin Andrea Barschdorf-Hager das Gespräch.

 

Ein großer Dank geht an alle freien Radios mit ihren wertvollen Radio-Beiträgen!

Musik:
Revolution – Beatles

Moderation: Maria Wegenschimmel