• FROzine_14_06_2019
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Klaus Werner-Lobo über seine Bücher „Schwarzbuch : Markenfirmen“ und „Frei und Gefährlich – Die Macht der Narren“. Außerdem Christian Felber über „Gemeinwohl Ökonomie“ und das erste Gemeinwohlkonto in Österreich, das seit heuer angeboten wird.

Den Mächtigen die rote Nase zeigen
„Der neoliberale Schwachsinn hat uns eingetrichtert, dass wir alleine besser leben“, betont Klaus Werner-Lobo. Er hat gemeinsam mit Hans Weiss 2001 mit dem Buch „Schwarzbuch: Markenfirmen“ einen Bestseller geschrieben. Darin zeigen sie deutlich auf, wie multinationale Konzerne gegen Menschenrechte und Naturrechte verstoßen.

Neben diesem globalisierungskritischen Buch, hat er auch ein aktuelles Werk herausgebracht: „Frei und Gefährlich – Die Macht der Narren“. Darin spiegelt sich wieder, wie befreiend und wirksam es oft sein kann, über sich selbst zu lachen, das eigene Scheitern zu akzeptieren, um so in die Selbstermächtigung und Aktion zu kommen.

Beispiele für die Macht von politischen Narren zeigen sich sowohl in der Vergangenheit (Narren galten bereits im Mittelalter als Aufdecker, die kein Blatt vor den Mund nahmen), aber ebenso in der Gegenwart: z.B. DIE PARTEI, des deutschen Satirikers Martin Sonnebron oder der ukrainische Präsident und ehemals Fernseh-Komödiant Wolodymyr Selenskyi.

Der FROzine Redakteur Georg Steinfelder hat Klaus Werner Lobo im Zuge eines Seminars von den Pioneers of Change vor das Mikrofon geholt.

 
Was machen die mit meinem Geld?
Ganz nach dem Motto: „Wenn es ‚Bad Banks‘, gibt muss es auch ‚Good Banks‘ geben“

Christian Felber hat 2010 das Buch „Gemeinwohl Ökonomie“ publiziert, und hat damit ins Schwarze getroffen. Die Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich als alternatives Wirtschaftsmodell, das das Wohl sowohl von Mensch als auch von Umwelt an oberste Priorität stellt, und nicht das ewige Wachstum von Kapital.

Das Buch hat große Wellen geschlagen: sowohl bei Privatpersonen, Politiker*innen, NGO´s, Initiativen, so auch bei Groß- und Kleinunternehmen. Dass die Banken dabei eine wichtige Rolle spielen, ist nicht zu missachten. Deshalb engagiert sich Christian Felber nun seit einigen Jahren die Idee einer Gemeinwohlbank umzusetzen. Das Projekt hat in den Jahren Höhen und Tiefen erlebt. Doch seit Mai 2019 kann gefeiert werden:

Das erste Gemeinwohlkonto wird in Österreich angeboten. Was genau unter einem Gemeinwohlkonto zu verstehen ist, wie es funktioniert und mit welchen Herausforderungen Herr Felber und sein Team konfrontiert sind bzw. waren, wird in dem Interview nachgegangen.

Das Interview führte der Radiomacher Georg Steinfelder, aus der FROzine Redaktion.

 

Redaktionelle Richtigstellung: Im Interview ist die Rede von der „Bank für Gemeinwohl“ – dabei handelt es sich aber um keine Bank per se sondern um ein Projekt der Genossenschaft für Gemeinwohl.

 

Gestaltung: Maria Wegenshimmel

Moderation der einzelnen Beiträge: Georg Steinfelder