• Wegstrecken_21_12_2010
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Diesmal schon im vorab die 150. Folge dieser Sendereihe, die am 10. September 2003 erstmals on Air ging.

Zur Information die (erweiterte) Moderation zur Sendung.

(Improvisierter Wegstrecken-Jingle, Begrüssung.)

Fahrplanwechsel: Durch die vor allem wegen Bauarbeiten zwischen Amstetten und Ybbs verlängerten Fahrzeiten bei den „schnellen Zügen“ zwischen Wien und Salzburg bzw. Passau gibt es Veränderungen bei Abfahrts- und Ankunftszeiten auch in Linz Hbf.

Ankunft aus Richtung Salzburg nunmehr Minute 09 statt 07, Abfahrt Richtung Wien nunmehr Minute 12 statt 10. Ankunft der ab 11:45 bis 21:45 im 2-Stunden-Takt verkehrenden ICE aus Richtung Passau nunmehr Minute 45 statt 43, Abfahrt Richtung Wien um 48 statt 46.

Ankunft aus Richtung Wien Minute 48 statt 50, Abfahrt in Richtung Salzburg um 51 statt 53.

Ankunft und Abfahrt der ICE Richtung Passau bleibt mit Minute 13 und 16 – zwischen 8:13 und 18:13 bzw. 16 gleich.

Fahrzeitverlängerung bei den „Schnellen“: Linz – Wien und umgekehrt: zwischen +2 und +4 Minuten, d.h. richtungsabhängig Fahrzeiten zwischen 92 und 98 Minuten. Fahrzeitverlängerung bei den „Schnellen“: Linz – Salzburg und umgekehrt: +2 Minuten, d.h. 68 statt 66 Minuten.

Gleich geblieben hinsichtlich Fahr- und Taktzeiten sind die ÖBB-IC und die ÖBB-EC im IC-Takt: Richtung Salzburg um Minute 32 und Richtung Wien um Minute 31, Ankunft jeweils drei Minuten zuvor.

Mit dem RJ 363 Zürich – Wien wird nun nach 23 Uhr eine tägliche Verbindung nach Wien angeboten: 23.12 Uhr ab Linz, 0.44 an Wien Westbahnhof.

Zuletzt verkehrte der letzte Zug Richtung Wien um 22.31 Uhr.

RJ 363 ist zumindest auch an Samstagen für Reisende aus Salzburg nach Linz interessant, wo dieser Zug um 22.02 (eine Minute nach Takt!) täglich abfährt.

EC 391 von Frankfurt nach Linz Hbf fährt weiterhin täglich außer Samstag (mit Ausnahmen!) um 22.15 und Zwischenhalten in Steindorf, V., Attnang und Wels nach Linz Hbf.

ÖBB: Auch heuer wieder, wenn auch in geringerem Ausmaß als im Vorjahr, waren im ÖBB-Kursbuch gedruckte Fahrpläne schon vor in Kraft treten nicht mehr gänzlich aktuell, wobei dies, auf OÖ bezogen, beispielsweise Änderungen betrifft, die vor allem für geübte Reisende „marginal“ sind, also hinzugefügte Anschlussverbindungen aus Richtung Wien auf den Fahrplänen der Strecken 150 und 151, oder die nur einen Tag betreffende Änderung bei der Durchbindung eines nachmittags ab Linz Hbf bis Attnang-Puchheim „in Summe“ täglich verkehrenden Regionalzuges (drei verschiedene Regionalzüge/Verkehrstage = ein Zug), der nun halt an einem Tag, wo er bisher nach Stainach-I. weitergefahren wäre, nach Salzburg fährt oder umgekehrt, Fakt ist: der Zug fährt jedenfalls wie bisher bis Attnang und man kommt auch an diesem einen Tag der Änderung weiter.

Anders auf der Strecke 133, der Donau-Ufer-Bahn: Hier wurden bei den Zügen R 6187 (18.52 ab St. Valentin, bisher Sa, So und Feiertage) und REX 6387 (18.31 ab Linz, bisher Mo-Fr wenn X) interessante Änderungen der Verkehrstage gesetzt, der direkte Zug ab Linz verkehrt nun an Werktagen + 25. April, also auch samstags, der Zug ab St. Valentin nur mehr an Sonn- und Feiertagen, jedoch nicht am 25. April.

Auch auf der Pyhrnbahn bzw. der Westbahn zwischen Linz und Salzburg gab es Änderungen, näheres siehe www.oebb.at (Link Fahrplanauskunft/Link Kursbuch).

In geschehen vermeintlich noch Zeichen und Wunder: auf der „Weinviertel-Landesbahn“, Fahrplanbild 912, scheinen nun doch Züge über Groß Schweinbarth hinaus auf, Bad Pirawarth wurde wiederum in das Fahrplanbild aufgenommen, wenngleich nur von Montag bis Freitag, wenn Werktag, ausgenommen 24. und 31.12., und vor allem mit dem drohenden Vermerk mittels Fußnote: Der Streckenabschnitt Bad Pirawarth – Groß Schweinbarth ist derzeit zur Einstellung vorgesehen. Nähere Informationen finden sich unter….

Das ist Kundenvertreibung par excellence: Entweder fahren Züge oder sie fahren nicht. Entweder es gibt einen gültigen Fahrplan oder es gibt keinen.

OÖVV – Neue Tarife

(bearbeitete Presseaussendung OÖVV 26.11.2010)

Mit 1.1.2011 kommt es bei den Tarifen des OÖVV wiederum zur alljährlichen Erhöhung, bedingt durch – vereinfacht gesagt – zuwenig Geld für den Öffentlichen Personennahverkehr.

Im Regionalverkehr werden die OÖVV – Tarife mit 1.1.2011 um durchschnittlich 2,60% angehoben. Wegen der kleinsten im OÖVV verarbeitbaren Währungseinheit von 10 Cent fällt hier die Erhöhung bei den Einzelfahrkarten und Tageskarten mit durchschnittlich 2,76% etwas stärker aus, die Erhöhung bei den Zeitkarten liegt mit 2,38% dagegen im Bereich des Index.

Die Preise für die mit den Regionalverkehrstarifen gemeinsam vertrieben Kernzonenberechtigungen werden 2011 bei den Zeitkarten um durchschnittlich 2,92% erhöht. Die Kernzonenaufpreise erhöhen sich bei den Einzelfahrkarten und Tageskarten aufgrund der bereits erwähnten kleinsten im OÖVV verarbeitbaren Währungseinheit um jeweils 10 Cent.

Die Kernzonenfahrpreise für Linz, Wels und Steyr werden mit 1.1.2011 um durchschnittlich 3,49% angehoben.

Eine Neuerung ab 1.1.2011 wird es in Linz geben, wo anstelle der bisher angebotenen Tageskarte (€ 3,60/erm. 1,80) bzw. 24-Stunden-Karte (€ 4,20/erm. 2,10) nur mehr eine 24-Stunden-Karte – auf Preisbasis der bisherigen Tageskarte + Erhöhung angeboten wird (ab 1.1.2011 € 3,80/erm. € 1,90).

Nichts ändern wird sich übrigens am Preis der Aktivpass-Monatskarte, die auch ab 1.1. € 10,– kosten wird.

Neue Tarife Linz: Einzelfahrt/TK erm. € 1,90, Kurzstrecke/Einzelfahrt erm. € 0,90, Wochenkarte € 11,90, Monatskarte € 37,80, Jahreskarte € 378,–.

(Mehr dazu unter:www.linzag.at (Link Mobilität und Verkehr/Fahrkarten und Tarife) bzw. www.ooevv.at)

Zur aktuellen Situation der Eisenbahn in Österreich, auch im Güterverkehr, findet sich auf der Homepage der Solidar-Werkstatt ein interessanter Artikel von Gerald Oberransmayr, die Adresse der Werkstatt lautet: www.werkstatt.or.at

Der Link zum Artikel:

http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=view&id=338&Itemid=1

Anmerkung zur Strafgebühr und der „Unmöglichkeit, die Fahrkarte im Zug zu kaufen“:

Tatsache ist, dass schon bisher – auch in OÖ – auf den meisten Regionalbahnen bzw. im Regionalverkehr auf den Hauptstrecken die jetzt generell für ganz Österreich im Regionalverkehr geltende Regelung in Kraft war, dass ein Zustieg nur mit gültiger Fahrkarte „erlaubt“ war. Das Ganze hat geheißen: SB- oder Selbstbedienungsstrecken. Nun wurde dieses System auf alle Regionalbahnen bzw. -verkehre in ganz Österreich übertragen, was zugegeben die KundInnenfreundlichkeit nochmals verringert! Ausnahmen, wie gehabt: Zustieg bei Haltestelle oder Bahnhof ohne Fahrkartenautomat und Fahrkartenverkauf, Zustieg bei defektem Automaten am Bahnsteig bzw. vor allem auch auf Strecken wie der Innviertler Bahn, der Almtalbahn usw. wo Fahrzeuge verkehren, die mit Fahrscheinautomaten ausgestattet sind.

Es handelt sich um keine neue Hürde oder Unfreundlichkeit, sondern um eine Unfreundlichkeit, die nun auch dort gilt, wo sie bisher nicht galt (z.B. auf der Salzkammergutbahn).

Positive Gegenbeispiele sind auch hier wiederum im Wirkungsbereich der Salzburger Lokalbahn zu finden: nicht nur auf der Hausstrecke, Salzburg Lokalbahnhof – Bürmoos – Lamprechtshausen/Trimmelkam fahren sämtliche Züge mit ZugbegleiterInnen, die auch noch und zuschlags- sowie strafgebührenfrei Fahrkarten verkaufen, sondern auch auf der Berchtesgadner Land Bahn, wo Reisende von Freilassing bis Berchtesgaden und umgekehrt ohne Fahrkarte zusteigen können und dort ohne Zuschlag sämtliche Fahrkarten für den auch grenzüberschreitenden Regionalverkehr, Fahrkarten für DB Regio, z.B. bei Umstieg in Freilassing in den Regionalexpress zur Fahrt nach München und die „Fahrkarte Anfangsstrecke“ für den DB-Fernverkehr kaufen können.

Eine neue Wegstrecken-Kolumne, die leider in der 150. Folge keinen Platz mehr fand: Die Gute Nachricht.

Keine Einsparungen auf der Aschacher Bahn!

Das Büro von LR Kepplinger vermeldet:

Nach langen zähen Verhandlungen ist es uns gelingen, den Personenverkehr auf der Aschacher Bahn in vollem Umfang aufrecht zu erhalten! Es gibt also in OÖ nicht nur Strecken, auf denen eingespart wird! Wir erhalten den vollen Personenverkehr auf der Aschacher Bahn, das heisst: DER SCHÜLER/INNENZUG und seine Zuführung ab Wels bleibt in vollem Umfang erhalten! DAS ZUGPAAR FÜR DIE RADLERINNEN BLEIBT, auch das haben wir erkämpft! Und das Beste daran: Wir wissen weiterhin nicht, wer diesen Zug vor allem Richtung Aschach nützen sollte, denn für einen Ausflug fährt der Zug eindeutig zu spät! Doch ein weiteres Zugpaar hätten wir uns angesichts der kastatropfalen Lage des Landes nicht leisten gekonnt. Und zum Hiesl schnorren gehen tun wir nicht auch wenn dort das GELD IN RAUHEN MENGEN vorhanden ist.

Donau-Ufer-Bahn:

Mit Fahrplanwechsel eingestellt wurde der zuletzt noch fahrplanmäßig im Regelbetrieb bediente Streckenabschnitt Krems an der Donau – Emmersdorf a.d. Donau. Im kommenden Jahr soll hier auf Betreiben des Landes NÖ ein saisonaler Tourismusverkehr angeboten werden.

Dies wird wohl vom Land NÖ als künftigem Eigentümer der Strecke als ausreichend erachtet, um den Status der Wachau als „Weltkulturerbe“, worin die Wachauer Bahn ausdrücklich enthalten ist, zu behalten. Dem Land NÖ und seinen Vertretern einer bizarren auto- und buslastigen Verkehrspolitik, die in Österreich mittlerweile ihresgleichen sucht, ist die Aberkennung des Weltkulturerbestatus dringend an den Hals zu wünschen. Und der fortgesetzte Protest aller Menschen, denen in einer konzertierten Aktion von Land NÖ und ÖBB unter Duldung bzw. Förderung des zuständigen Ministeriums unter Doris Bures ihre Eisenbahnen abhanden gekommen sind.

Was das ganze Zerstörungswerk noch unbegreiflicher macht: In NÖ wird anscheinend tatsächlich den „Roten Eisenbahnen“ der Garaus gemacht und das ohne jegliche Rücksicht auf Menschen und Umwelt, von ästhetischen Belangen wie der Schönheit von Eisenbahnstrecken, die nunmehr zugedreht wurden und werden, ganz zu schweigen. NÖ ist mit seiner Verkehrspolitik zur „Kulturwüste“ hinsichtlich Mobilität verkommen.

Lambach, Kundgebung „Für die Schiene auf die Straße“, 10.12.2010

ProBahn OÖ und 11 PartnerInnenorganisationen initiierten diese Kundgebung, an der ca. 100 Menschen teilnahmen.

Forderungen der Kundgebung:

Mehrleistung statt Leistungsrücknahme im öffentlichen Verkehr im Land Oberösterreich.

Sofortige Wiederinbetriebnahme der Regionalbahnen Lambach – Haag („Haager-Lies“) und Lambach – Gmunden Seebahnhof („Seebahnhoflinie“).

Ausbau der Regionalbahnen zu Regionalstadtbahnen, anstatt den Bau neuer Straßen

Sofortige Wiederaufnahme der IC-Verbindung Linz – Graz.

Flächendeckende Einführung der LKW-Maut in Österreich, um die drohende Leistungsrücknahme im Bahngüterverkehr abzuwenden.

(www.probahn.at)

Die 8. Salzburger Verkehrstage standen unter dem Motto „Bahn und Bus grenzenlos“. Am 13.10. waren unter anderen folgende beiden Vorträge zu hören:

Hans Leister Geschäftsführer Keolis Deutschland GmbH & Co KG Berlin (D)

Über den integralen Taktfahrplan und europaweite Vertaktung. Ein spannendes Thema, nicht nur für „Leute vom Fach“, sondern vor allem auch für Fahrgäste.

Gunter Mackinger
Verkehrsdirektor Salzburg AG, Salzburg (A)

Schwierigkeiten bei der Fahrzeugbeschaffung bzw. -zulassung der Fahrzeuge für die Berchtesgadner Land Bahn.

Dipl.-Ing. ETH Christian König
Leiter Verkauf Schweiz, Mitglied der Geschäftsleitung Stadler Bussnang AG Bussnang (CH), ebenfalls Referent am 13.10., sah die Sache mit dem „Kunden, der König sein sollte“ etwas anders als der Stadler-Kunde Gunter Mackinger.

Er verwies auf Eigenständigkeit der Mitarbeiter, etwaige kulturelle Unterschiede zw. Schweiz und Österreich und seinerseits auf Schwierigkeiten mit der Unberechenbarkeit der Zulassungsbehörden, die Spezialanfertigungen aufgrund der Dauer und Unkalkulierbarkeit des Zulassungsverfahrens unmöglich machen würden.

(Moderiert wurde der zweite „Vortrags-Tag“ der Salzburger Verkehrstage wie schon gewohnt von Karin Zauner, Wirtschaftsredakteurin der Salzburger Nachrichten.)

Die ersten Wegstrecken des Jahres 2011 werden am 18.01. ab 19 Uhr on Air gehen. Im Mittelpunkt der Sendung wird ein Bericht über die Stilllegung der „Rest-Krumpe“ zwischen Obergrafendorf und Mank sowie des Abschnittes Markt St. Ägyd am Neuwalde – Freiland bzw. Schrambach der Traisentalbahn stehen. Beides Zeichen einer verfehlten Verkehrspolitik seitens des Landes NÖ, gewürzt mit der parteipolitischen Räson, die „Roten Eisenbahnen“ aus der Fläche zu vertreiben, einer Unternehmenspolitik, die auch unter dem Eindruck der politischen Verhältnisse und den ständigen Kassandra-Rufen vor allem von Lopatka und anderen Feinden der „Eisenbahn“ vieles vernachlässigt bzw. niederholzt, was erhaltenswert wäre, eines Bahnunternehmens, dem die regionalen Bezüge in jeglicher Hinsicht abhanden kommen, einer ressortzuständigen Bundesministerin, die zusieht, wie Infrastruktur und somit auch gemeinsames Eigentum von Land und ÖBB Hand in Hand zerstört wird. Hier fehlt es vielen an Courage.

(Zwischenmusik: Marilies Jagsch. Kurz vor Sendungsende: Hommage an BW Linz, „Auswärtssieg“…., Abmoderation).

Zum Linzer Westring gibt es eine interessante Dokumentation unter folgender Adresse zu sehen: http://a26-nachgefragt.at/