• 2018_11_29_ethnoskop_antifa_spaziergang
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Antifaschistischer Spaziergang zum Gedenken an das Novemberpogrom 1938
Wie und wo schreibt sich Erinnerung in den öffentlichen Raume ein? Was geben Orte der Erinnerung zu den Geschehnissen preis?

Diese Ausgabe des Ethnoskops begleitet den Antifaschistischen Spaziergang in Innsbruck im Gedenken an das Novemberpogrom vor 80 Jahren als „Wahrnehmungsspaziergang“ und macht persönliche Eindrücke und Fragen hörbar.

Am 17.11.2019 organisierte der Tiroler Bund sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen einen „Antifaschistischen Spaziergang“ im Gedenken an das Novemberpogrom in Innsbruck. Die Historikerin und Journalistin Andrea Sommerauer führte von der Synagoge, über den Karl-Rahner-Platz bis in die Museumstraße und erzählte zur Geschichte und Lebenswelten von Jüdinnen und Juden in Innsbruck, thematisierte Ausgrenzung, Verfolgung, Emigration und Ermordung während der NS-Zeit, beleuchtete die Situation auf der Universität Innsbruck zu dieser Zeit und erklärte anhand des ehemaligen Schuhgeschäfts Graubart, wie Arisierungen von wirtschaftlichen Betrieben passiert sind. Im Anschluss behandelten im Landesmuseum Ferdinandeum Roland Sila und Christoph W. Bauer anhand schriftlicher Quellen und dem neu erschienen Buch „Graubart Boulevard“ jüdisches Leben und Antisemitismus in Innsbruck.

Literaturliste & Links

Assmann, Aleida: Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik. München 2006

Bauer, Christoph W.: Graubart Boulevard. Innsbruck 2008

Hofinger, Niko: Maneks Listen. Innsbruck 2018

Jacobeit, Sigrid: KZ-Gedenkstätten als nationale Erinnerungsorte. Zwischen Ritualisierung und Musealisierung. Berlin 2002. Online unter: https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/2318/Jacobeit.pdf?sequence=1

Schreiber, Horst: Jüdische Geschäfte in Innsbruck – Eine Spurensuche. Projekt des Abendgymnasiums Innsbruck. Innsbruck 2001.

Thiemeyer, Thomas; Feldman, Jackie; Seider, Tanja (Hg.): Erinnerungspraxis zwischen Gestern und Morgen. Wie wir uns heute an NS-Zeit und Shoah erinnern. Ein deutsch-israelisches Studienprojekt. Tübingen 2018

Orte des Novemberpogroms 1938 in Innsbruck – Virtuelle Stadtrundfahrt://www.novemberpogrom1938.at/

Bund sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschischmus und aktiver AntifaschistInnen: http://www.freiheitskaempfer.spoe-tirol.at/index.php

Fremdmaterial in 2018_11_29_ethnoskop_antifa_spaziergang
String Quartet No. 2 by Czech Wind Quintet; Pavel Haas ©
Adagio for Strings, Op. 11 by Slovak Radio New Philharmonic Orchestra, Shardad Rohani & Samuel Barber ©
Asbeel by Cracow Klezmer Band ©
Everybody Knows by Rufus Wainwright ©