FROzine Weltempfänger: Wie sieht Nothilfe in Krisengebieten aus?

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„Hilfe aus nächster Nähe“ – eine Ausstellung zu Nothilfe in Krisengebieten, sowie ein Interview mit einem der Angeklagten Seenotretter der „Iuventa“. Außerdem im Weltempfänger: Infos zur Verhaftung von Oleg Koslowki in Inguschetien und ein kritischer Blick auf die globalen sozialen und ökonomischen Auswirkungen der Elektroauto-Produktion.

„Hilfe aus nächster Nähe“

Die Ausstellung der Ärze ohne Grenzen konnte von 10.-21. Oktober am Linzer Pfarrplatz besucht werden. In Zelten und Holzbauten konnten Besucher*innen erfahren, wie Nothilfe in Krisengebieten geleistet wird. Pamela Neuwirth war vor Ort und berichtet von der Ausstellung.

Ermittlungen gegen die Crew der „Iuventa“

Vor über einem Jahr wurde das Rettungsschiff „Iuventa“ der Organisation Jugend RettetBeschlagnahmt.  Die Italienische Staatsanwaltschaft ermittelt in diesem Zusammenhang gegen 22 Personen, zehn davon Besatzungsmitglieder des Schiffs. Ihnen drohen nun bis zu 15 Jahre Haft da ihnen vorgeworfen wird, sie hätten mit ihren Rettungseinsätzen im Mittelmeer illegale Einwanderung nach Italien begünstigt. Einer der Angeklagten, Hendrik, sprach mit Radio Corax.

Das Interview kann hier nachgehört werden.

Amnesty International-Mitarbeiter in Inguschetien verhaftet und gefoltert

Aufgrund eines Grenzabkommens zwischen Inguschetien und Tschetschenien gab es in naher Vergangenheit vermehrt Proteste. Oleg Koslowski, Mitarbeiter von Amnesty International, wurde bei Recherchen zur Lage vor Ort verhaftet und gefoltert. Michael Spahr vom RaBe in Bern hat darüber mit Beat Gerber von Amnesty International Schweiz gesprochen.

Den Beitrag zum Nachhören gibt es hier.

Was haben Elektroautos mit globaler (Un-)Gerechtigkeit zu tun?

Der Klimawandel verlangt die Abkehr vom Verbrennungsmotor. Doch sind Elektroautos eine vernünftige Alternative? Nein, so der Verein PowerShift, denn sie tragen ebenfalls zu einem rasanten Anstieg des Rohstoffverbrauchs bei – und damit zu einer Verschärfung globaler Ungerechtigkeit. Insbesondere Rohstoffe wie Kobalt oder Lithium, die für die Akkus der Elektroautos gebraucht werden, werden mit ökologisch und sozial fatalen Folgen abgebaut. Die rasant steigende Nachfrage verstärkt diese Effekte noch – und sie treffen einmal mehr den globalen Süden. Radio DreyeckLand hat mit Merle Groneweg von PowerShift, Autorin der Studie „Weniger Autos, mehr globale Gerechtigkeit“, gesprochen.

Hier das Interview zum Nachhören.

Moderation: Angelika Miesenberger

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