• Krieg hat kein weibliches Gesicht
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In dieser Ausgabe werden wir über die weibliche Geschichte des Krieges sprechen. Swetlana Alexijewitsch, weißrussische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin für Literatur, schreibt in ihrem Buch „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“: „Alles, was wir über den Krieg wissen, haben uns Männer erzählt. Wir sind Gefangene der „männlichen“ Vorstellungen und der „männlichen“ Empfindungen. „Männlicher“ Worte. Die Frauen schweigen und wenn sie einmal darüber reden, dann erzählen sie nicht ihren eigenen Krieg, sondern einen fremden. Passen sich einer ihnen fremden Sprache an – dem festgeschriebenen männlichen Kanon. Nur zu Hause oder im Kreis ihrer Frontfreundinnen weinen sie und erzählen von einem Krieg, der das Herz stocken lässt. Man wird innerlich ganz still – was man da erfährt, ist nichts Entlegenes und Vergangenes, das sind Erkenntnisse über den Menschen, die immer vonnöten sind. Der „weibliche“ Krieg hat seine eigenen Farben und Gerüche, seine eigenen Empfindungen und seinen Raum für Gefühle. Seine eigenen Worte. Natürlich fragt man sich sofort: Warum? Warum haben die Frauen, die doch ihren Platz in einer ursprünglich absoluten Männerwelt behaupteten, ihre Geschichte nicht behauptet? Ihre Worte und ihre Gefühle? Sie haben sich selbst nicht vertraut. Sich nicht anvertraut. Eine ganze Welt blieb uns verborgen. Ein separater weiblicher Kontinent. Aber was hindert uns, dort einzudringen? Dorthin vorzudringen und zuzuhören?“

 

In unserem Studio erzählen heute Fatima und Sigrun über ihre Kriegserinnerungen und wie dieser das Leben ihrer Familien und Generationen veränderte. Wir reden über Frauenschicksale, die durch den Krieg zerrüttet wurden und diskutieren darüber, wie sich die weibliche Perspektive auf den Krieg von der männlichen unterscheidet und wieso es so wichtig ist, diese zu beleuchten und Frauen, wie Swetlana Alexijewitsch es in ihrem Buch tut, zu Wort kommen zu lassen.

 

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