Das Hinterberger Sprechzimmer_Severin_Renoldner

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KLANG.punkt (Electronic Radioshow)
  • Das Hinterberger Sprechzimmer_Renoldner
    117:32
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Severin Renoldner – Mag. Dr. Theol. Mag. Dr. Phil. – er ist Mitbegründer der Grün-Alternativen Bewegung in Österreich 1982 und er war Abgeordneter im Nationalrat von 1991 – 1996. Aktuell ist er als Professor/Lehrender an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz in den Lehr- und Forschungsschwerpunkten > Sozialethik, Moraltheologie und politische Bildung < tätig. Und genau diese Themen sind es, die das aktuelle Hinterberger Sprechzimmer inhaltlich formen sollenwollen.

Ethisch gutes Handeln und Leben verlangt nicht den perfekten Menschen der immer alles richtig macht, sondern es verlangt die Intention, das eigene Leben in eine sinnvolle Richtung zu stellen und das eigene und fremde Handeln zu reflektieren und gleichzeitig kritisch zu durchleuchten. Ethische Praxis darf sich selbst, den einzelnen Mitmenschen, die Gesamtheit der Menschen und die Ökologie ausgewogen-sanft in den Blick nehmen.

Als Erwachsenenbildner steht er für Nachhaltigkeit und Achtsamkeit in allen Dimensionen des menschlichen Lebens – welche die Notwendigkeit von Gemeinschaft, Kooperation, Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität betont.

Im Hinterberger Sprechzimmer gehen wir den Fragen nach, wie gerecht eine komplex-moderne globalisierte Welt sein kann, was gut und böse und ein gerechter Gott aus theologischer Sicht bedeuten können. Er beantwortet Fragen nach Macht und Missbrauch und beschreibt die Zusammenhänge zwischen Moral und Unmoral in Politik und Gesellschaft. Dazu meint er, das die wirklich großen Fragen unserer Zeit von der Politik ignoriert werden und erkennt nationalstaatliche Lösungen als gestrige politische Formen an.

Die voranschreitende Digitalisierungsdynamik erfordert es, das die soziale Frage neu gestellt und in den Fokus eines umsichtigen Dialoges gestellt wird. Dahingehend braucht es Antworten für einen globalen Schulterschluß im Sinne eines sozialen Friedens – nebst der Dringlichkeit eines ökonomischen Systemwechsels. Ungebremsten Neoliberalismus beschreibt er als Auslöser und Brandbeschleuniger einer global-ökologischen Zerstörungsgewalt. Und er äußert in diesem Zusammenhang seine Hoffnung über das Finden eines ökologisch-ökonomischen Kompromisses der den tiefgreifenden Anspruch in sich tragen muss, glaubhaft und absolut nachhaltig/zukunftsfähig zu sein.

Für ihn ist moderner Rechtspopulismus ein „klassischer Fall von Dummheit“ und gleichzeitig eine plumpe Form der Verführung durch simple, oberflächliche Scheinerklärung von komplexen Zusammenhängen.

Aus überparteilicher Perspektive gibt er als ehemaliges Gründungsmitglied der österreichischen grünen Bewegung – an der Seite von Freda Meißner-Blau in den 1980iger Jahren – seinen Befund über die aktuelle politische Situation „seiner“ ehemaligen Partei ab.

Sein persönlicher Leitspruch: „Der Weg ist das Ziel“ (Mahatma Gandhi)

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