antifascism101 | 08 | Nicht politisch motiviert? Zur öffentlichen Wahrnehmung rechten Terrors.

Sendereihe
O-TON (unbearbeiteter Originalton)
  • antifascism101-08-wahrnehmung-rechten-terrors
    48:55
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[O-Ton] Februargedenken am 20. 2. 2021 vor dem Goethehof in Wien-Kaisermühlen
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[O-Ton] Rund 1200 demonstrierten am 12.12.2020 in Wien gegen UG-Novelle
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[O-Ton] Antifaschistischer Rundgang durch Wien-Floridsdorf zum Gedenken an das Novemberpogrom 1938
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[O-Ton] Gedenkkundgebung für die Opfer des Anschlags in Wien am 5. November 2020
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Nie wieder Gleichschritt! Gedenken Deserteure und alle anderen Opfer der NS-Militärjustiz am 26.10.2020
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[O-Ton] Schweigemarsch der Künstler*innen, Kulturarbeiter*innen und Sportarbeiter*innen am 1. Juli 2020 in Wien
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[O-Ton] „Haus- und Hofversammlung“ im WUK, nachdem WUK mit Stadt Wien ohne GV-Beschluss Mietvertrag unterschrieben hat, der auch FZ umfasst (2. Mai 2020)
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[O-Ton] Gedenken an die Opfer rechtsextremen Terrors von Hanau am 20. 2. 2020 vor der deutschen Botschaft in Wien
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[O-Ton] Donaustädter Februargedenken am 16. 2. 2020 vorm Goethehof
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[O-Ton] Gedenken an die Opfer der Shoah am 27. Jänner 2020 am Wiener Heldenplatz

Aufzeichnung eines Vortrags von Martina Renner
am 23. Mai 2018 in der W23,
hosted by das que[e]r und Rosa Antifa Wien
im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

Nach den NSU-Morden und -Bombenanschlägen stellt sich die Frage: Nichts gelernt oder warum gibt es so wenige Bemühungen, konsequent gegen rechten Terror vorzugehen? Welche Rolle spielen Behörden oder staatliche Institutionen wie Verfassungsschutz, Polizei und Justiz bei der Verharmlosung? Wie wird Rechtsterror gesellschaftlich verhandelt und was heißt es, wenn dieser nicht benannt oder systematisch verharmlost wird?

„Ein politisches Motiv kann ausgeschlossen werden“, ist oftmals der Tenor der Behörden, wenn es um rechte und rassistische Gewalt geht. Dabei drängt sich immer wieder der Verdacht auf, dass staatliche Stellen tunlichst vermeiden, rechten Terror als solchen zu benennen. Stattdessen werden Täter_innen mitunter als „verwirrt“ oder Opfer ihrer selbst dargestellt – und zwar auch noch, wenn investigative Recherchen längst deren politische Hintergründe ausgeleuchtet haben. Viele unkritische Presseberichte folgen allzu oft der offiziellen Lesart, was nicht nur die Entpolitisierung in der öffentlichen Wahrnehmung verstärkt, sondern nicht selten den Tatopfern mit Misstrauen begegnet und diese verbal zu Kriminellen macht.

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