Mattigtalbahn: Schlamassel mit „Ansage“

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  • 2018.04.17_1900.10-2000.00__InfoschieneI
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Seit Fahrplanwechsel am 10.12.2017 geht’s auf der Mattigtalbahn drunter und drüber.

Nach Meinung des Salzburger Verkehrsaktivisten Richard Fuchs und Mag. Paul Stefan von der Initiative für ein lebenswertes Mattigtal läuft einiges schief.

Verspätungen sind an der Tagesordnung, da zwischen Freilassing und Braunau – neben wenigen lokbespannten Zügen – vorwiegend Triebwagen von DB AG und Südostbayernbahn zum Einsatz kommen, die für Steigungsstrecken und rasche Beschleunigung nach Halten oder verlangsamter Fahrt wenig geeignet sind.

Die bis Dezember 2017 eingesetzten und besser geeigneten Jenbacher Triebwagen der Baureihe 5047 finden nur mehr für Fahrten zwischen Steindorf bei Straßwalchen und Braunau Verwendung. Grund dafür: die bis Fahrplanwechsel ab und bis Salzburg Taxham-Europark durchgebundenen Züge verkehren nun ab und bis Freilassing. Und die etwa 1,1 km lange Strecke auf deutschem Gebiet dürfen die 5047er mangels Ausrüstung mit PZB 90, einem von der Deutschen Bahn für diesen Abschnitt vorgeschriebenen Sicherheitssystem, nicht fahren.

Daraufhin kam es zur Anmietung von Fahrzeugen der Baureihe 628.2 durch die ÖBB.

Fahrplantechnische Folgen des Einsatzes der Triebwagen der Südostbayernbahn: die bisherigen Halte in Seekirchen am Wallersee wurden weitgehend gestrichen, auch die Haltestellen Teichstätt und Achenlohe werden nur mehr sporadisch bedient.

Das Resultat ist jedenfalls, dass Seekirchen für Menschen aus dem Mattigtal oft nur mehr mit Umsteigen in Neumarkt-Köstendorf und Wartezeiten erreichbar ist. Und dass es auch weniger Verbindungen zwischen Salzburg Hbf und Seekirchen gibt, die neu eingeführten beschleunigten Regionalzüge zwischen Salzburg und Straßwalchen an Werktagen können den weitgehenden Entfall der REX-Halte nicht ausgleichen, die „Mattigtaler“ fahren ja weitgehend durch und die bisherigen „Linzer“ REX fahren nunmehr als S-Bahn, d.h. die S-Bahn als Grundgerüst blieb erhalten, aber die – zusätzlichen – REX wurden eingespart.

 

Meine diesmaligen Studiogäste haben auch die am 10.3. verabschiedete Mattigtaler Resolution vorgestellt. In dieser Resolution wird ausdrücklich festgehalten, dass die Triebwagengarnituren der Reihe 628.2 fehl am Platz sind, sie fordern daher den Einsatz besser geeigneter Fahrzeuge.

Den Vorstellung meiner beiden Gäste zufolge soll die Mattigtalbahn zwischen Steindorf bei Straßwalchen aber ohnehin elektrifiziert und zudem auch durch zusätzliche Haltestellen bzw. Ausweichen attraktiviert werden. Auch darüber werden wir natürlich sprechen.

Gegen Ende der Sendung habe ich meine beiden Studiogäste zu ihren Vorstellungen darüber, was bis 2025 möglich ist befragt, in ihren Ausführungen standen einerseits die bis dahin attraktivierte Mattigtalbahn bzw. die Verlängerung der Salzburger Lokalbahn bis Mirabell im Mittelpunkt. Aber auch die Verkehrsproblematik in der Stadt Salzburg bzw. vor allem auch im Mattigtal, das dank Hiesl und anderer straßenfixierter VerkehrspolitikerInnen zum Durchhaus zwischen A94 und A1 zu werden droht.

Vor dem Gespräch über die Mattigtalbahn standen kurze Meldungen zu Schienenersatzverkehren, zum von Abtragung bedrohten „Mittelabschnitt“ der Donau-Ufer-Bahn und zur nun im Memorial Mauthausen gezeigten Ausstellung über die Bahn im 2. Weltkrieg und ihre Funktion in der Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten.

Die Beschlagwortung wird von mir noch ergänzt.

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