• [ungekürzt] wwlw #8: Über Freiheit gesprochen. Wie sich Autonomie linguistisch erwägen lässt.
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03|12|17 Bei diesem Termin gab es gleich zwei Impulsvorträge zum Thema Freiheit. Der Anspruch von Manfred Kienpointner vom Institut für Sprachwissenschaften der Universität Innsbruck war, Konzepte von Freiheit nicht bloß analytisch-deskriptiv oder gar normativ zu erläutern, sondern auch darzustellen, auf welche Idee von Freiheit wir uns stützen, wenn wir darüber sprechen. Der Fokus seiner Präsentation lag auf einer überblicksartigen Darstellung unterschiedlicher Konzepte von Freiheit und deren Implikationen.

Das zweite Referat stammte von Helmut Staubmann, Soziologe sowie Dekan der Fakultät für Soziologie und Politikwissenschaften, und konzentrierte sich eher auf soziale und kulturelle Aspekte von Freiheit. Beide Referenten vertraten die Ansicht, dass sich die Freiheit des menschlichen Handelns stets innerhalb gewisser Bedingungen abspiele, deren genauere Betrachtung dabei helfe, das Konzept von Freiheit deutlicher werden zu lassen und Irrtümer zu beseitigen. Sowohl die Annahme radikaler Willensfreiheit sei abwegig als auch einseitig deterministische Konzepte; der Spielraum, innerhalb dessen wir uns als frei handelnde Akteure wahrnehmen, werde nicht zuletzt kulturell verhandelt.