• 2018_01_25_Visegrad-Gruppe
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 Welche Interessen stecken eigentlich hinter der Gruppe der Visegrad-Staaten? Und welche Rolle spielt die neue österreichische Bundesregierung hinsichtlich einer zerrissenen EU? Europa im Fokus, heute im FROzine.

Vor 27 Jahren, genau am 15. Februar 1991, gut ein Jahr nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Mitteleuropa, wurde die Visegrád-Gruppe ins Leben gerufen. Drei Länder Ungarn, Polen und die damalige Tschechoslowakei, die auch V3 bzw. nach der Trennung der Tschechoslowakei auch V4 genannt werden, folgten einer liberalen Idee, der Annäherung an den Westen Europas. Vor allem die gegenseitige Unterstützung auf dem Weg zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union und der NATO wurde anstrebt. Seit dem Erreichen dieser Ziele, schien ihr gemeinsamer Weg am Ziel angekommen und die Staatengruppe musste seine Zusammenarbeit neu definieren.

Erwähnenswert ist, dass es bereits 1335 im Königspalast in Visegrád zu einem Gipfeltreffen der Könige von Ungarn, Böhmen und Polen kam. An diesem sogenannten Visegáder Kongress wurde ein Abkommen in den Bereichen Handel und Politik vereinbart.

Über die Entstehung und Ziele der Visegrád-Gruppe spreche ich mit Matthias Sandau, dem Mitglied des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing und dem Beobachter der politischen Lage in Europa.

Im weiteren Teil der Sendung präsentieren wir Ihnen in einer kurzen politischen Übersicht eines der vier Mitglieder der V4 – die Slowakei.

Die Slowakische Republik konstituierte sich am 1. Jänner. 1993 durch die Teilung der Tschechoslowakei. Die Verfassung der Slowakischen Republik wurde schon am 3. September 1992 in Bratislava unterzeichnet. Seit 2004 ist die Slowakei Nato-Mitglied und der Europäischen Union. Drei Jahre später, am 21. Dezember 2007 wurde sie Mitglied des Schengen- Raums und seit dem 1. Januar 2009 Mitglied der Eurozone. Zusammen mit Polen, Ungarn und Tschechien bildet die Slowakei die Visegrad-Gruppe. Ihre Nachbarländer sind Tschechien, Österreich, Ungarn, die Ukraine und Polen.

Über die Entwicklung der politischen Situation in der Slowakei spreche ich mit Pavol Mudry aus Bratislava, dem ehemaligen Journalist, Medienanalytiker und Mitglied des International Press Institute in Wien.

Durch die Sendung führt Dorota Trepczyk