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Vom Macronismus zur Erfindung der Dampfmaschinen bis zu Glawischnigs Abdanken.

Was ist da geschehen?

 

Am Beginn des neuen Zeitalters der Globalisierung erkennt man den Umbruch bzw. den Übergang von der industriellen Revolution hin zur technologischen Revolution, der circa 300 Jahre die Beziehungen zwischen Staaten und Gesellschaften, Geschäftsleuten und politischen Parteien prägte. Dieser beginnende  Globalisierungsimpakt kündigt schon eine noch pulverisierendere Gewalt an, als die der zu Ende gehenden industriellen Revolution, wenn auch dieses Mal das Entwicklungsgesetz so angepackt wird, dass man einen Krieg vermeidet. Was diese technologische Revolution in diesem Fall wirklich verbessert hat, sind die Mittel weltweiter Kommunikation. Dass die Zeit nicht mehr auf den Raum bezogen ist, mag es den NationalistInnen auch banal vorkommen, ist anthropologisch revolutionär. Es ist nicht nur die Zeit, die raumlos geworden ist und es sind auch nicht nur die Finanzströme des Geldes rund um den Erdball, sondern auch die Dynamik der Immigration und die Globalisierung sind wie eine Hand, die die andere wäscht. Auf dem Schlachtfeld hielten Panzer und Kanonen Einzug, die Mikroelektronik und der Computer führten zur Welle der technologischen Revolution.

Politisch ist das neue Zeitalter insofern gekennzeichnet, dass einerseits politische Akteure à la Manuel Valls, Ex-Premier Frankreichs, deklariert, dass die sozialistische Partei tot sei. Andererseits ist die Bildung der Regierung von Manuel Macron durch Edouard Philippe, der selbst aus der konservativen Partei stammt, eine Melange von allen anderen plus den zivilgesellschaftlichen AkteurInnen. Also ist auch in Wirklichkeit der bisherige Auftrag der klassischen Parteien samt ihrer Vertikalitätslogik  in die Wüste geschickt worden. Der Zentralismus als Sammelbecken, welches sich lediglich auf Sachfragen bzw. Frakturen bezieht, beruht auf dem Charisma der AkteurInnen à la Angela Merkel, Macron etc. etc.

Bei uns will Herr Kurz die Tradition der Volkspartei ad absurdum führen, indem BürgerInnen nur KandidatInnen seiner Kurz-Liste wählen sollen. Damit ist Sebastian „zu kurz“ gekommen. Davor gab es die Abdankung Pühringers, Prölls, etc. als Kennzeichen dieser Konjunktur.

Die Frage, die wir uns stellen: Ist Kurz mit seiner Liste ein Zentrist oder ein zynischer Demagoge mit Zügen eines Viktor Orbáns? Letztendlich, was ist bei den Grünen passiert, wenn Glawischnig das Handtuch wirft?

Waren die Grünen längst schon ein Torso?

Di-Tutu Bukasa

 

Dazu diskutieren: Hubert Mvogo, Cyril Cima Ozoekwe, Simone Prenner und Sintayehu Tsehay.

Moderation: Di-Tutu Bukasa