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„Ausstellung der nicht gezeigten Bilder“ – leere Fotorahmen als Symbolbild für den Raum für geflüchtete Menschen, die bei uns Schutz vor Krieg, Gewalt und Hass suchen. Zu Gast ist Horst Küblböck-Lausegger, Obmann der Fotografischen Gesellschaft OÖ.

„Ausstellung der nicht gezeigten Bilder“
Die Fotografische Gesellschaft hat für den Herbst 2017 Menschen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, eingeladen ihre „neue Heimat“ fotografisch darzustellen. Ihre Sicht auf das Neue als auch auf das Vergangene, Zurückgelassene sollte zusammengefasst in einer Ausstellung in der OÖ-Fotogalerie in der präsentiert werden. Doch das Projekt ist gescheitert. Warum, das erzählt uns heute Horst Küblböck-Lausegger, der Obmann der Fotografischen Gesellschaft OÖ und Leiter der OÖ-Fotogalerie im Kulturquartier (Landstraße 31, 1. Stock, neben Pressezentrum).

Dem Aufruf zum Fotografieren folgten insbesondere Jugendliche. Doch manche wurden beim Fotografieren angepöbelt und ihnen zum Teil handgreiflich vermittelt, dass sie hier nichts zu suchen, bzw. nichts zu fotografieren haben. Diese Reaktionen und weitere Übergriffe veranlassten die jungen Menschen sich zurückzuziehen und Abstand zu nehmen von einer Präsenz in einer Ausstellung oder gar einer Ausstellungseröffnung. Sie ziehen es vor unsichtbar zu sein und unsichtbar zu bleiben. Deshalb bleiben die Fotorahmen leer, um ein Zeichen zu setzen. Leere Rahmen an den Wänden und das in der Luft-hängen von Rahmen im Fotoseparee wird zur Metapher für das nun fehlende Verankert-sein der Flüchtenden in der eigenen als auch in der fremden Kultur.
Sozialstaat: Umbau oder Abbau?
Welche Maßnahmen werden in Österreich ergriffen, um den Sozialstaat abzubauen bzw. in welche Richtung wird er umgebaut? Und von wem? Der Bürgermeister von Gallneukirchen und Bildungssekretär des Österr. Gewerkschaftsbundes (ÖGB), Sepp Wall-Strasser, hat mit Redakteurin Sandra Hochholzer über die Zukunft von Sozialleistungen gesprochen. Die Gewerkschaften vida und GPA-djp laden am Donnerstag zu einer Kundgebung in Linz.

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Protestkundgebung vor dem Alten Rathaus gegen Veranstaltung des „Info Direkt“-Magazins
Unter dem Motto „Kein Platz für rechte Hetze in unserer Stadt“ protestieren AktivistInnen des Bündnisses „Linz gegen Rechts“ am heutigen Mittwoch, 22. November, gegen eine Veranstaltung des rechtsextremen „Info Direkt“-Magazins vor dem Alten Rathaus.

Treffpunkt: 17:00 Uhr am Hauptplatz vor dem Alten Rathaus in Linz. Dauer bis 19:00 Uhr. Wir schalten live um kurz nach 18:00 Uhr zur Protestkundgebung.

Nachdem ein geplantes „Lesertreffen“ im Volkshaus Kleinmünchen vonseiten der Stadt Linz nach massiven Protesten untersagt wurde, hat man nun für eine Ersatzveranstaltung gleich das Alte Rathaus der Stadt. Heute, 22. November ab 19:00 findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit in Gefahr“ im Alten Rathaus statt. Auf dem Podium werden der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Roman Haider, FPÖ-Bundesrat Michael Raml und Jan Ackermeier, „Info-Direkt“-Miteigentümer und Mitarbeiter der oberösterreichischen FPÖ, Platz nehmen. Diesmal scheint aber als offizieller Veranstalter die Freiheitliche Gemeinderatsfraktion Linz auf.

„Es darf nicht sein, dass rechtsextreme Gruppen in Räumlichkeiten der Stadt Linz geduldet werden – auch nicht unter Obhut der Freiheitlichen Partei!“, zeigt sich Martin Forster, Sprecher vom Bündnis „Linz gegen Rechts“, empört. Um kurz nach 18 Uhr berichten wir live im FROzine von der Kundgebung und fragen nach den Hintergründen.

Musik: OST – Burn in mind, Ben K. Adams – Monetary Feedback (Creative Commons, jamendo.de)

Moderation: Michael Diesenreither