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  • daniela span: be nice or leave
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In der Ausstellung *BE NICE OR LEAVE* zeigt Daniela Maria Span in ‚installativer Hängung‘ Arbeiten, welche sich mit Nostalgie, Kindheit, Aufwachsen, Melancholie, Rollenzwängen/Gender-Klischees, Heim&Herd … auseinandersetzen. Subjektive Erfahrung wird durch lakonische Überzeichnung in objektive Gültigkeit transformiert.

Die benutzten Medien bewegen sich in den Bereichen Malerei, Handsiebdruck, Fotografie, digitale Grafik. Weiters werden Objekte gezeigt, welche traditionell weibliche Kulturtechniken wie Häkeln, Sticken, Weben … in grotesk modifizierter Form und hergestellt aus verschiedensten, ‚art-fremden‘ Materialien, vorführen.
Die universell gültige Symbolik der Rose als weibliche und spirituelle Ikone nimmt wieder gebührenden Raum ein.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 4.5.2017 spielte der Singer/Songwriter und Multi-Instrumentalist SIMON HANDLE ein Live-Konzert. Äußerst virtuos und nur von seiner Gitarre begleitet präsentierte der junge Musiker und Künstler seine Songs – und unterstrich damit perfekt die kritische, ironisierte und emotional aufgeladene Aura von Daniela Maria Spans Werken.

Mit ihren Worten zur Ausstellung:

„TRASH & INTELLIGENZ
das motto von ANDY WARHOLs factory gefällt mir – als pop-art-künstlerin, bezogen auf die von mir benutzten vervielfältigungs-techniken – siebdruck, computergrafik, digital-druck.

FETISCH & VOODOO
fetische sind symbolisch stark aufgeladene objekte, welche die macht zur erreichung bestimmter ziele stärken soll – oder auch die kraft zu erlösung und vergebung aktivieren. prinzipiell kann jeder gegenstand zum fetisch
werden, jeder mensch zum götzen, zum idol.

im sinne von KARL MARX: warenfetischismus, geld-, kapital-, konsumfetischismus: im kapitalismus werden den waren, dem geld und schließlich dem kapital eigenschaften zugeschrieben, die diese in wahrheit nicht haben.

im sinne von SIGMUND FEUD: sexueller fetischismus, was im kapitalistischen patriarchat weithin nichts anderes bedeutet, als den status der frau als sexual-objekt festzuschreiben.

dem halte ich entgegen:

USED LOOK-OBJEKTE aus schon benutzten werkstoffen gegen hochglanz-design und photoshop-ästhetik, sowie RECYCLING-KUNST gegen konsum-fetischismus.

und das
UN-PERFEKTE, BESCHÄDIGTE, VERLETZTE:
einer sexistischen „zivilisation“, die buben dazu bringt, „du mädchen“ als ultimatives schimpfwort zu benutzen; einer „zivilisation“, die mädchen dazu bringt, schon mit 9 jahren die erste diät hinter sich zu haben, sich auf den weg zur essstörung zu begeben und sich zur matura nasen- und brustkorrekturen zu wünschen, halte ich meine sämtlichen emotionen und einen manikürten stinkefinger entgegen, sowie beschädigte und misshandelte puppen und idole, die trotz allem gute miene zum bösen spiel machen, wie erwartet.“

Dauer der Ausstellung:
5. bis 25. Mai 2017