„Orbáns Ungarn“ – ein Abend mit Paul Lendvai

Podcast
Kultur und Bildung spezial
  • KundBSpezial 03032017
    60:00
audio
59:38 Min.
Österreichs Skisport im Nationalsozialismus
audio
1 Std. 03:10 Min.
Die Bedeutung des Namens im Judentum
audio
1 Std. 01:00 Min.
Milk Life
audio
58:13 Min.
HTL Leonding Elektronik Workshopsendung
audio
1 Std. 02:00 Min.
Frau­en. Leben. Linz.
audio
59:58 Min.
Making of female positions - Präsentation im Depot in Wien
audio
1 Std. 58 Sek.
Maria Hofstätter liest aus "Akteneinsicht": Marie Jahodas Zeit in Haft
audio
1 Std. 02:24 Min.
Publikumsrunde: Assistierter Suizid unter dem Aspekt der Selbstbestimmt Leben Bewegung
audio
1 Std. 01:09 Min.
Vortrag Erwin Riess: Assistierter Suizid unter dem Aspekt der Selbstbestimmt Leben Bewegung
image
Innovationen im Lokaljournalismus

Am Mittwoch, den 1. März stellt Paul Lendvai im Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels sein Buch „Orbáns Ungarn“ vor. Veranstalterin ist die Welser Initiative gegen Faschismus. Auszüge aus der Veranstaltung sind in der Sendung zu hören.

Zum Autor: Paul Lendvai ist Publizist und Autor von etlichen Büchern über Österreich und Osteuropa. In Budapest geboren, lebt er seit 1957 in Österreich. Er schrieb im Rahmen seiner journalistischen Tätigkeit unter anderem für die Londoner Financial Times und ist Mitherausgeber und Chefredakteur der Europäischen Rundschau.

Das Buch Orbáns Ungarn wird auf der Website von Paul Lendvai folgendermaßen beschrieben: „Viktor Orbán regiert hinter einem scheinbar demokratischen Vorhang mit eiserner Faust. Eine zwar schwache, aber funktionierende Demokratie baut er in einen autoritären Staat um. Seine nahezu uneingeschränkte Machtposition verdankt er vor allem seiner persönlichen Ausstrahlung, seiner Unbarmherzigkeit und seinem Machtinstinkt. In den 1990er-Jahren als demokratische Hoffnung gefeiert, gilt Orbáns Bewunderung heute Männern wie Putin und Erdoğan. Von den westlichen, liberalen Werten hat er sich abgewendet. Sein rechtskonservativer, populistischer Kurs lässt fremdenfeindlichen und antisemitischen Tendenzen breiten Raum, seine finanz- und wirtschaftspolitischen Ambitionen führen zu einer Spaltung der Gesellschaft: Einer kleinen Schicht profitierender Neureicher steht ein wachsendes Heer an Armen, Arbeitslosen und Mindestrentnern gegenüber. Die politische Opposition ist schwach und gespalten, die junge urbane Generation wendet sich von der Politik ab oder wandert aus. Ungarn ist zu einem Fremdkörper im demokratischen Europa geworden.“

Moderator Thomas Rammerstorfer stellt Fragen an Paul Lendvai, anschließend hat auch das Publikum noch die Möglichkeit. Auf Radio FRO gibt es Auszüge aus der Veranstaltung zu hören.

Sendungsgestaltung: Angelika Miesenberger

Schreibe einen Kommentar