• FROzine12202016
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Stille Helden – Rettung der Kunstschätze in Altaussee 1945.
In Ungarn wurde letzte Woche die regierungskritische Tageszeitung Népszabadság eingestellt.
Außerdem geht’s heute im FROzine um die drohende Verschärfung der Abtreibungsgesetzte in Polen und abschließend gibt’s noch einen Kommentar der Woche zur Mindestsicherung.

 

Stille Helden – Rettung der Kunstschätze in Altaussee 1945

‚Fakten und Mythen über die Rettung der Kunstschätze‘ stand über einem Symposion mit FachexpertInnen im Gedenken an Katharina Hammer, die 1986 ihr Standardwerk ‚Glanz im Dunkel‘ über die Bergung der Kunstwerke aus dem Salzbergwerk Altaussee am Ende des Zweiten Weltkriegs publizierte.

Historiker, Provenienzforscherinnen, zeitgenössische KünstlerInnen und Ehrengäste aus Österreich, Belgien und den USA haben mit einem Festakt am 29. September bei den Salzwelten Altaussee die Würdigung der ‚Stillen Helden‘ zelebriert. Veranstalter waren Jürgen Lehner vom steirischen Magazin ‚KLIPP‘ und Hans Fuchs vom Verein KiK – Kultur im Ausseerland.

Die Kolleg*innen vom Freien Radio Salzkammergut haben sich den Stillen Helden der Rettung der Kunstschätze in Altaussee 1945 gewidmet. Der Beitrag ist eine Übernahm,e aus dem Magazin Widerhall.

http://freiesradio.at/widerhall/der-widerhall-woche-41/
Ungarn: regierungskritische Tageszeitung „Népszabadság“ eingestellt
Am vergangenen Wochenende wurde ohne Vorwarnung die größte ungarische Oppositionszeitung „Népszabadság“ eingestellt. Am Samstag erschien die letzte Ausgabe der Zeitung. Noch am gleichen Tag wurde die Internetseite offline genommen. Regierungskritiker sehen darin einen weiteren Schritt zur Gleichschaltung der Medien in Ungarn. Es wird spekuliert, dass die Zeitung an einen Unterstützer von Premierminister Viktor Orbán verkauft werden könnte. Bis zu 2.000 Menschen zeigten sich in einer Demonstration mit der Zeitung und den RedakteurInne solidarisch. Wie die Einstellung der historisch regierungskritischen Zeitung zu bewerten ist, das fragten wir den stellvertretenden Chefredakteur des Auslandsressorts Andras Desi.

Gestaltet hat diesen Beitrag die Tagesaktuelle Redaktion von Radio Corax in Halle an der Saale.

http://www.freie-radios.net/79399

 
Bei Abtreibung Knast – Abtreibungsgesetze in Polen
In Polen droht derzeit eine Verschärfung des ohnehin schon konservativen und restriktiven Abreibungsgesetzes. Abtreibung sollte verboten und Zuwiderhandlung mit Haftstrafen bis zu 5 Jahren bestraft werden. Dagegen protestierten letzte Woche hunderttausende Frauen auf Polens Straßen – mit gewissem Erfolg. Das polnische Parlament hat daraufhin das umstrittene Gesetz gestoppt. Vorerst. Doch ein Blick auf das geltende Abtreibunsgesetz zeigt, dass auch hier die Selbstbestimmtheit der Frau über den eigenen Körper keine Rolle spielt. Seit 1993 gibt es in Polen ein Gesetz, dass Abtreibungen nur in Ausnahmefällen regelt. Tausende Polinnen reisen deshalb in angrenzende Länder, um eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Die Berliner Initiative „Ciocia Basia“ – übersetzt Tante Barbara – will Polinnen dabei helfen, straffrei und sicher abzutreiben – in Deutschland, in Berlin. Wie das geht, und was von der Parlamentsentscheidung zu halten ist, das Gesetz zu stoppen, darüber sprachen wir mit Natalia von „Ciocia Basia“.

Gestaltet und Produziert wurde der Beitrag von Radio Corax in Halle an der Saale

http://www.freie-radios.net/79397

 

Der Kommentar der Woche wurde uns von Hans Riedler zugesendet.

Als Leserbrief zu Mindestsicherung und ÖVP

Ist die ÖVP als angeblich christlich soziale Partei und Förderin der Familien noch zu retten? Die bedarfsorientierte Mindestsicherung soll für Familien max. 1.500,- Euro betragen, auch wenn sie z.B. mehr als 2 Kinder haben – und das soll ja in Zeiten wie diesen fallweise noch vorkommen. Das bedeutet z.B. für eine Familie mit 4 Kindern, dass sie in Zukunft statt bisher mtl. € 1859, 84 (derzeitige österreichweite Regelung, gilt nicht für OÖ, da wurde bereits massiv gekürzt) insgesamt um € 359, 84 weniger bekommt – und somit pro Familienmitglied mtl. nur mehr € 250,- zur Verfügung hat. Wie sich das ausgehen soll, möchte ich dringend von jenen PolitikerInnen erfahren, die diese Neuregelung beharrlich fordern. Und dann wird zusätzlich auch noch eine Wartefrist von 5 Jahren verlangt. Unmenschlicher geht’s nicht mehr.

 

Dazu passend möchte ich die gestrige Aussendung von SOS Mitmensch zum Mindestsicherungszähler zitieren:

SOS Mitmensch titelt: Regierung schwebt hoch über Mindestsicherungsbezieher- und Bezieherinnen – Live-Einkommens-Zähler geht online

SOS Mitmensch präsentiert einen Live-Einkommens-Zähler, der zeigt, wie groß die Distanz zwischen politischen EntscheidungsträgerInnen und MindestsicherungsbezieherInnen ist. So verdient beispielsweise der Bundeskanzler das 30-fache einer Mindestsicherungsbezieherin, sofern diese den maximalen Satz für erwachsene Personen erhält. Sollte die Mindestsicherung, wie von Minister Sebastian Kurz gefordert, in den ersten fünf Jahren um ein Drittel reduziert werden, würde der Bundeskanzler sogar das 45-fache einer Mindestsicherungsbezieherin erhalten.
„Unser Live-Einkommens-Zähler zeigt, wie hoch die Regierungsmitglieder, was ihr Einkommen betrifft, über jenen Menschen schweben, die Mindestsicherung erhalten. Der Zähler zeigt auch, um was für einen gewaltigen und existenzbedrohenden Einschnitt es geht, den Minister Kurz bei MindestsicherungsbezieherInnen vornehmen will“, erklärt Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.
Pollak sieht in der geplanten Kürzung der Mindestsicherung einen Angriff auf die soziale Stabilität des Landes. Dabei seien genügend Mittel vorhanden, um die Beibehaltung oder sogar den Ausbau einer menschenwürdigen Mindestsicherung zu finanzieren, betont Pollak und verweist diesbezüglich auf die am Montag vorgelegten Budgetberechnungen der zivilgesellschaftlichen Allianz „Wege aus der Krise“.
„Ein Politiker, der auch nur einen Funken Anstand hat, sollte alles dafür tun, damit nicht bei denjenigen gekürzt wird, die am wenigsten haben. Großverdiener wie Bundeskanzler Kern mit mehr als 304.000 Euro im Jahr oder Minister Kurz mit mehr als 243.000 Euro im Jahr sollten nicht leichtfertig Menschen in tiefe Nöte stürzen, die mit einem winzigen Bruchteil dieses Geldes auskommen müssen und die vor dem existentiellen Nichts stehen, wenn einmal der Kühlschrank oder die Waschmaschine kaputt wird“, so Pollak.

Der Link zum Live-Einkommenszähler ist zu finden  unter  http://www.sosmitmensch.at/site/home/article/1314.html

 

Die cc- Musik in dieser Sendung kam von Bielebny – Garni Zone, Open, Am no.1, In your Face

 

Durch die Sendung führt Sandra Hochholzer