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Schwarzhörer, Schwarzseher, heimliche Leser*innen. Die DDR und die Westmedien. Im Ergo Express gibt es Neuigkeiten aus den Wissenschaften. Außerdem ein Beitrag über Argentinische Radiokollektive, die rückschrittlicher Medienpolitik trotzen.

Gerne hätten wir das erste FROzine nach der Sommerpause mit einem Studiogast eröffnet. Martin Honzig vom Ars Electronica Festival musste seinen Termin allerdings kurzfristig absagen. Deshalb müssen wir heute auf die RADICAL ATOMS and the alchemists of our time verzichten und eröffnen an dieser Stelle mit einem Medienbeitrag, der uns in die DDR zurück führt.
Alle Infos auf: www.aec.at

Schwarzhörer, Schwarzseher, Heimliche Leser. Die DDR und die Westmedien

Radio Berlin hatte gestern am 4. September Franziska Kuschel zu Gast. Sie hat in den letzten Jahren erforscht, wie die Ossis Westmedien konsumiert haben und wie versucht wurde Westmedien im Osten zu verbieten. Franziska Kuschel, geboren 1980, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam. Das Buch wurde 2015 als Dissertation an der HU Berlin angenommen.

Aus dem Klappentext: „Die DDR konnte sich nur im geringen Maße gegenüber den westlichen Medien abschotten. Auf diese Weise entstand hier eine komplexe Mediengesellschaft, die Radio und Fernsehen, aber auch Publikationen aus zwei Systemen konsumierte und damit alltäglich die SED-Diktatur herausforderte. Franziska Kuschel untersucht zum einen die Strategien des Staates, den Konsum westlicher Medien zu verhindern oder wenigstens zu kontrollieren und einzudämmen, die vor allem in den 1950er und 60er-Jahren die Kriminalisierung der sogenannten ‚geistigen Grenzgänger‘ einschlossen. Zum anderen nimmt sie Strategien der Mediennutzer, diesem Druck zu begegnen und auszuweichen unter die Lupe. Erstmals wird so das Wechselverhältnis zwischen staatlicher Kontrolle und der eigensinnigen Aneignung der Medien analysiert.“

http://www.wallstein-verlag.de/978383531…

Original-Beitrag: www.freie-radios.net/78758

 

Argentinische Radiokollektive trotzen rückschrittlicher Medienpolitik

Von 2009 bis 2015 hatte Argentinien ein neues, fortschrittliches Mediengesetz. Doch bereits kurz nach seinem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres erklärte der rechtskonservative Präsident Mauricio Macri wesentliche Teile des Gesetzes per Dekret für ungültig. Seitdem liegt das Projekt, das die Medienlandschaft Argentiniens demokratisieren sollte, auf Eis. Ungeachtet dessen streiten Medienaktivistinnen und -aktivisten weiterhin für ihr Recht auf Kommunikation. Sie machen freies, selbstbestimmtes Radio, bauen die Infrastruktur dafür und sorgen Tag für Tag für eine Medienkultur von unten.

Eine Übernahme vonRadio Onda in Berlin.

Original-Beitrag: www.freie-radios.net/78688

Ergo Express
In dem wissenschaftlichen Kurzblock, gestaltet von Claus Harringer, erfahren wir heute Neues über Vögel, Pflanzenreaktion auf Erderwärmung, Exoplaneten im Sonnensystem nebenan, sowie über die Nutzung von Sonnenlicht zur Wärmeerzeugung. Wissenschaftlich Interessierte, die sich an der Sendung beteiligen wollen, können sich an wissenschaft@fro.at wenden.
Original-Beitrag: cba.fro.at/323181
CC-Musik: PDF, BrunoXe, Dee Guitar and the Piano
Moderation: Nora Niemetz