Urbane (Ver-)Ordnungen im Rotlichtviertel mit Jana Pasch. Kulturanthropologische Gespräche # 41

Sendereihe
Das wilde Denken (Pensée Sauvage) – Kulturanthropologische Gespräche
  • Jana Pasch
    60:10
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Cyber-Spaces. Eine Kulturanalyse digitaler online Räume. Mit Ruth Dorothea Eggel. Kulturanthropologische Gespräche # 46
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Kulturanalyse des Burnout. Zwischen Leistungsdruck, chronischer Erschöpfung und Neubeginn. Mit Irmgard Macher. Kulturanthropologische Gespräche # 44
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Figuren von "Leere" im Feld buddhistischer Meditation. Aus-Zeiten, Rückzüge und Neubeginne oder der stille Weg nach innen. Mit Elisa Rieger. Kulturanthropologische Gespräche #43
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„Engagiert euch, organisiert euch und vernetzt euch...“ - Ein kulturwissenschaftliches Porträt mit und über Dr. Leo Kühberger. Kulturanthropologische Gespräche #45.
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Öffentlicher Raum als Ordnungsvision. Ethnographie eines Flussentwicklungsprojekts in Ahmedabad, Indien. Mit Robin Klengel. Kulturanthropologische Gespräche # 42
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Zur afrikanischen Diaspora in der DDR. Mit Sebastian Pampuch. Kulturanthropologische Gespräche # 40
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Berlin Neukölln und das Leben der Rom_nja. Mit Lee Hielscher. Kulturanthropologische Gespräche # 39
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Zeugung, Schwangerschaft, Geburt: Neue medizinische Technologien und das weibliche Selbstverständnis. Mit Kathrin Jarz. Kulturanthropologische Gespräche # 38
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Unheimlich Heimisch: Annäherungen an den Trachtensaal im Grazer Volkskundemuseum

Zwei Stadtteile stehen im Zentrum von Jana Paschs regimetheoretischen Untersuchungen: die Hamburger Reeperbahn und das Frankfurter Bahnhofsviertel. In beiden Rotlichtvierteln gibt es Initiativen zur Aufwertung der Stadtteile und in beiden kommt es zu Konflikten, aufeinanderprallenden Interessen und Aushandlungsprozessen.

In einer ethnografischen Studie untersucht Jana Pasch wie Stadtteile über touristische Images aufgewertet und wie über die Aspekte Sicherheit, Sauberkeit und Wirtschaft Einfluss genommen wird. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die sogenannten Business Improvement Districts (BIDs) gelegt, die es privaten HausbesitzerInnen erlaubt, öffentliche Straßenräume zu gestalten, zu regulieren und zu überwachen. Mit einer Verbindung von Ansätzen aus der policy-Forschung und ethnografischen Methoden der Feldforschung analysiert Pasch neue Regierungsformen und neoliberale Nutzbarmachungsstrategien sowie Diskurse um ‚deviante, gefährliche Räume‘. Die daraus resultierenden Widerstände, Konflikte aber auch widersprüchlichen Praktiken erhalten eine zentrale Stellung. Stadt versteht Jana Pasch im Sinne einer Regimeforschung als einen Aushandlungsraum verschiedener Akteur_innen, der sowohl in Praktiken als auch in Diskursen umkämpft ist.

Urbane (Ver-)Ordnungen im Rotlichtviertel mit Jana Pasch. Kulturanthropologische Gespräche # 41

Das wilde Denken. Kulturanthropologische Gespräche. Mit Robin Klengel und Ruth Eggel auf Radio Helsinki, 92,6 Graz.

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