• Nationalparkradio - Sendung vom 2016.06.15
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Thema: Aktueller Felssturz aus der Dachl Nordwand – Geologie des Gesäuses

Es gibt immer wieder Prozesse im Gebirge, bei denen sich Felsen lösen, weil der Zahn der Zeit in Form von Wind und Wetter, wie auch Regen, Schnee und Eis, am Felsen nagt.
Ein großer Teil bei der Dachl Nordwand in Gradnähe ist ausgebrochen. Das Volumen des Bergsturzes ist beachtlich mit einer Höhe von 45 Meter und einer Breite von ca. 40 Meter. Die Tiefe wird in etwa 10 – 12 Meter geschätzt. Das sind mehr als 18 Tausend Kubikmeter. Das meiste Material ist nach sehr weit unten gestürzt. Der Berg hat eine sehr weit zurückliegende Grundlage, ca. 250 bis 209 Millionen Jahre. Da sind die Gesteine im Meer abgelagert worden. Diese Schichtung sieht man in manchen Steinen. 20 Millionen Jahre lang ist Kalk in einer seichten Meeres-Lagune abgelagert worden und 100 Millionen Jahre später wurde es zu einem Gebirge aufgefaltet. Durch diese massiven Kräfte kommt das Gestein unter Druck und es kann zerbrechen.

Gast:
Wolfgang Riedl – Geologe der Firma Stein und Zeit

Musikredaktion:
Susanne Wölger

Musik: diesmal ausschließlich von Ernst Molden aus seinem aktuellen Album „schdrom“  – einem Auftragswerk des Nationalpark Donauauen anlässlich seines 20 jährigen Bestehens.

Moderation:
Andi Hollinger