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To speak without fear – Aufhänger dieser FROzine Ausgabe ist die Tagung des Netzwerks Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung – kurz KritNet-, die vom 26.-29.Mai 2016 auf der VHS Otterkring in Wien stattgefunden hat.

Der Titel der Tagung: Migration, Criminalisation, Resistance, Invention/Migration, Kriminalisierung, Widerstand, Erfindung. Ihr hört Ausschnitte aus den Eröffnungsvorträgen zum Thema Bildung und Widerstand – dazu sprachen Rubia Salgado und Maria do Mar Castro Varela.

Wissensvermittlung als kritische Wissensproduktion. Rubia Salgado fragt danach, was die Technokratisierung von Bildung bedeutet, was es bedeutet, wenn Wettbewerbsfähigkeit auch für Bildung als selbstverständlich, als Konsensual gesehen wird. Aus Sicht einer Lehrerin und Erwachsenenbildnerin problematisiert sie den Diskurs über europäische oder österreichische Werte und kontextualisiert den auf ORF ausgestrahlten Spot „Helfen wie wir“.

We are here because you were there. Maria do Mar Castro Varela, tätig an der Alice Salomon Hochschule in Berlin knüpft daran an und zeigt die Kontinuitäten der Kolonialisierung bis heute auf. We are here because you were there – mit diesem Zitat macht sie die Verflechtungen kolonialer Herrschaft mit der Gegenwart und die immer schon auch in der Ambivalenz bestehenden Widerstandsformen deutlich. Sie argumentiert mit der postkolonialen Theoretikerin Gayatri Spivak, wenn sie den Begriff der asymetrischen Ignoranz verwendet und konstatiert damit: Diejenigen, die hierher, nach Europa kommen, wissen viel – sie kennen die Namen der Bundeskanzlerin, sie kennen die Namen von Städten – während wir wenig über sie wissen. Befinden wir uns statt in einer Flüchtlingskrise nicht vielmehr in einer Krise der europäischen Werte? Und in einer Krise der Bildung, wenn Bildung immer stärker auf ihre Verwertbarkeit reduziert wird, statt sie so anzulegen, dass sie Menschen dazu befähigt, Widerstand leisten zu können, sich kritisch zu hegemonialen Positionen verhalten zu können?

To speak withour Fear. Im dritten Beitrag ist Christiane Löper im Gespräch mit Rex Osa, der sich im The Voice Refugee Forum engagiert. The Voice wurde 1994 in Thüringen in einem Flüchtlingsheim von Geflüchteten für Geflüchtete gegründet, um gegen ihre Isolation und soziale Exklusion zu kämpfen. Als selbst Geflüchteter erzählt er von den Zielen des Netzwerkes, und was es für ihn bedeutet, sich gemeinsam mit Geflüchteten für die eigenen Rechte einzusetzen.

 

verwendete cc-Musik:

Another – HH

French Collective – Im a free spacer

French Collective – Lounging

Phransyz – Extra

Strange Space – Strange Space

Minimalfunk – Fear and Loathing

Bielebny – Silence

 

 

Sendungsgestaltung: Christiane Löper

 

 

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FROzine Zu hören auf Radio FRO 105,0
Produziert am:
02. Juni 2016
Veröffentlicht am:
02. Juni 2016
Ausgestrahlt am:
02. Juni 2016, 17:10
Thema:
Gesellschaft
Sprachen:
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RedakteurInnen:
Christiane Löper
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Christiane Löper
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Linz