• 2016.05.31_1800.10-1850.10__FROzine
    49:52
  • MP3, 192 kbps
  • 68.5 MB · Datei entsperren
Diese Datei enthält urheberrechtlich geschütztes Material Dritter und kann daher nicht heruntergeladen werden.

Ein Festival von 2.-4.Juni 2016, ausgehend u.a. von der Linzer Kunstuni. Mehr dazu und auch zur Initiative „Asyl am Bauernhof“ in dieser Sendung.

Closed loops and open Futures

Das Zukünftige hat schon einmal bessere Zeiten erlebt. Als Verbündeter der Fortschrittseuphorie in Wissenschaft und Technik, als Vertrauensvorschuss sozialstaatlicher Planungspolitik, als das Ungreifbar-Utopische der künstlerischen Avantgarde hat es das Denken und Vorstellen des 19. und 20. Jahrhunderts geprägt. Die Gegenwart hingegen betreibt — wenngleich manchmal sehr kunstfertig — Trauerarbeit für »lost futures«: Zukunft ist in der Populärkultur überwiegend im Modus einer formalen »Nostalgie« (F. Jameson) oder als Retro zu haben und die Werbebilder eines hellen technologischen Morgens erscheinen als purer Zynismus angesichts technopolitischer Ökokatastrophen. Und auch die milde Utopie der Gleichheit durch sozialtechnische Eingriffe hat in Zeiten des public-, private-management ihren recht diskreten Charme verloren.

Das Festival Zukunftsmusik nähert sich behutsam dieser Situation an. Im Medium der Musik möchten die Organisator*innen der — manchmal gefühlten, manchmal suggerierten — Ausweglosigkeit etwas entgegensetzen: Spekulative Szenarios im Futur II, tastende Gesten, Versuche einer gemeinsamen Imagination. Erprobt wird eine Praxis der Zukunftsmusik, die der Improvisation gleicht: Um den folgerichtigen nächsten musikalischen Akt zu erahnen und zu setzen, braucht es hier Übung, tonnenweise implizites Wissen (auch historisches), Präzision, Hörbereitschaft, technische Fertigkeit, eine schwebende Aufmerksamkeit, einen sechsten Sinn für die Situation. Vielleicht gelingt es ja so, den closed loops zu entkommen, zumindest währed des Festivals, welches an vier verschiedenen Orten stattfinden und durch ein mobiles Festivalbüro im »Kiosque« miteinander verbunden sein wird.

Mehr dazu haben uns Michael Schweiger, Moritz Pisk und Theresa Auer live im Studio erzählen.

Asyl am Bauernhof

So nennt sich eine Initiative zur Integration von Asylwerbenden in der Landwirtschaft, welche einen gemeinsamen Vorteil für Menschen auf der Flucht, Landwirt*innen sowie die Gesellschaft an sich bringen soll. Die Grünen OÖ luden am 31.5.2016 zur Pressekonferenz. Sandra Hochholzer war vor Ort.

Durch die Sendung führt Sarah Praschak.

Fremdmaterial in 2016.05.31_1800.10-1850.10__FROzine
Synthesize Me by The Space Ladies ©
FreezeFrame by Murmler ©