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Mehr Sport und weniger Rechte: Olympische Spiele in Brasilien

Für die Olympischen Spiele wird in Rio de Janeiro weiter geräumt. In der Vila Autodromo, Symbol des Widerstands gegen eine verfehlte Stadtpolitik, stehen nur noch wenige Häuser. Die wenigen BewohnerInnen, die noch ausharren, machen deutlich, dass ihre Bedürfnisse nicht berücksichtigt werden, wenn es um sportliche Großveranstaltungen geht. Während bei den auch von Brasilien anerkannten nachhaltigen Entwicklungsziele von „nachhaltigen Städten und Gemeinden“ die Rede ist, sieht die Wirklichkeit ganz anders aus, insbesondere für die ärmeren Menschen. Andreas Behn von Radio npla Berlin hat diesen Beitrag in Hinblick auf das sportliche Großereignis in Rio de Janairo gestaltet.

Das öffentliche Interesse an diesem globalen Sportevent, das von 5. bis 21. August stattfindet, will nämlich die Initiative „Nosso Jogo“ für eine vielfältige Bildungs- und Informationsarbeit nutzen. Neben der Einhaltung von Menschenrechten bei Sportgroßveranstaltungen geht es darum, ein differenziertes Bild von Brasilien, jenseits gängiger Stereotype zu zeichnen. „Nosso Jogo“ bedeutet auf Portugiesisch „Unser Spiel“ und nimmt Bezug auf die positiven Werte von Sport wie Fairness, Inklusion, Diversität, Gleichberechtigung und Internationalität.Bereits 2014 machte „Nosso Jogo“ die sozialen und politischen Ereignisse rund um die umstrittene FIFA-WM zum Thema. Die Massenproteste auf Brasiliens Straßen vor der WM 2014 haben der Thematik Mega-Sportevents und Wahrung von Menschenrechten erstmals globale Sichtbarkeit verliehen. Nosso Jogo wird von 137 österreichischen sowie 20 internationalen Partnerinnen und -partnern mitgetragen. Eine Petition für verbindliche Menschenrechtsstandards bei Sportgroßevents kann auch online auf www.nossojogo.at unterzeichnet werden.