• Schokocheck
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21 Eigenmarken-Schokoladen wurden in österreichischen Supermärkten gekauft und beim Schokoladen-Check von Südwind und Global 2000 auf ihre ökologische und soziale Qualität getestet. Testsieger wurde die Schokolade von Spar Natur*pur. Vier Eigenmarken-Schokoladentafeln konnten entweder aufgrund ihrer sozialen oder ökologischen Verträglichkeit positiv, also mit grün bewertet werden. Sieben der Schokoladentafeln wurden, aufgrund der fehlenden Zertifizierung und der prekären Umwelt- und Produktionsbedingungen im konventionellen Kakaoanbau, als sozial und ökologisch bedenklich eingestuft. Pestizide in der Schokolade in zwölf getesteten Schokoladentafeln konnten Pestizide nachgewiesen werden – bis zu vier verschiedene in einer Tafel. Die festgestellten Mengen in den Tafeln bergen jedoch keine direkten Gesundheitsrisiken für die Konsument*innen. Einige der Chemikalien (wie bspw. Endosulfan, Chlorpyrifos, Cypermethrin, Deltamethrin und Permethrin) sind allerdings hormonell wirksam und entfalten ihre Wirkung auch in kleinsten Mengen. Die nachgewiesenen Pestizid-Rückstände in der Schokolade deuten auf einen massiven Einsatz von Pestiziden in der Produktion
hin – mit enormen negativen Folgen für die Gesundheit der Kakao-BäuerInnen und die Umwelt.

Am 23. März berichteten Caroline Sommeregger (Südwind), Martin Wildenberg (Global 2000) und der Umweltmediziner Hans Peter Hutter in einer Pressekonferenz von ihren Erfahrungen aus ihrer Studienreise zu Kakaoplantagen in Kamerun und Ghana und diskutierten die Testergebnisse des Schokochecks.

Für faire und biologische Schokolade kann nun eine Petition online unterzeichnet werden.
Informationen zum Projekt „Make Supermarkets fair!“ finden sich auf www.supplychainge.org.
Zum Nachlesen gibt es den Osterhasen-Check und den Schokoladen-Check in voller Länge hier oder auf www.suedwind.at.