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Budapest – Wien – Kopenhagen
Religiöse und ethnologische Institutionen und ihr Einfluß

Eigentlich geht es in der neuen Sendung nicht um Musik, wenngleich diese natürlich immer die Hauptrolle spielt. Wir betrachten heute im weitesten Sinne des Wortes „Institutionen” des menschlichen und wissenschaftlichen Lebens und deren Einfluß auf die gesellschaftliche Entwicklung ihrer Zeit.

 

Im ersten Teil nähern wir uns der jüdischen Gemeinde Wiens vor dem Krieg. Das bunte künstlerische Leben rund um die Tempel in Wien und Leopoldstadt sind Ausgangspunkt für die Betrachtung der liturgischen Gesänge von Wiener Juden. Diese zeigen eine erstaunliche, für religiöse Liedformen ungewöhnliche Stilvielfalt und Wandlungsfähigkeit.

 

Der zweite Teil nimmt sich der Juden Kopenhagens an, deren liturgische Gesänge eine interessante Geschichte erzählen, sind sie doch geprägt von einer vergleichsweise liberalen Geschichte. Da es trotzdem – und im Einflußbereich der christlichen Reformationsbewegung – zu Reformstreitigkeiten kam, ist nur einer der Umstände, die die Liturgie dänischer Juden zu dem werden ließ, was sie heute ist.

 

Der dritte Teil schließlich, widmet sich einer nicht-religiösen Instanz: jener der Ethnomusikologie Ungarns, die auf eine reichhaltige Sammeltätigkeit und Fülle an Material zurückblicken kann. Uns interessiert, wie die ersten ethnomusikologischen Forschungen in Ungarn begannen und unter welchem Kontext sie standen.