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Verkehrswende bevor es zu spät ist:

1)Helga Krom Kolb zu Klimawandel und Verkehr
Übernommen (auch dieser Text) von Frozine, 17.12.2015 (leicht gekürzt) – http://cba.fro.at/304012

Am 25. November 2015 lud die Initiative Verkehrswende Jetzt! bestehend aus 17 Initiativen bzw. Organisationen aus OÖ zum Vortrag „Klimaschutz braucht Verkehrswende – auch in OÖ“ mit Universitätsprofessorin Dr.in Helga Kromp-Kolb. Ausschnitte aus dieser Veranstaltung hören Sie im Hauptteil der heutigen Sendung, weiters auch einige Worte zu „Verkehrswende in Linz“.

Zur Person Kromp-Kolb siehe u.a.: https://forschung.boku.ac.at/fis/suchen.person_uebersicht?id_in=3431&menue_id_in=101&sprache_in=de

Kromp-Kolb, renommierte Wissenschafterin, an der Universität für Bodenkultur in Wien tätig, Leiterin des Zentrums für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit, bot in ihrem knapp einstündigen Vortrag eine sehr gute Veranschaulichung der Thematik „Klimawandel“ – mit reichhaltigen Informationen und Fakten zur Definition von „Klimawandel“ aus der Sicht der Klimaforscherin. Kromp-Kolb kam u.a. ausführlich darauf zu sprechen, warum es wichtig ist, den Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius zu beschränken, wie viel Zeit uns noch zur Verfügung steht, um eine Verselbständigung des Temperaturanstiegs zu vermeiden. Gegenstrategien kamen ebenfalls zur Sprache, ebenfalls die – in der anschließenden Publikumsrunde auch heftig kritisierte – Bedeutung der Klimakonferenz in Paris 2015.
Kromp-Kolb verwies auch darauf, dass es wichtig sei, dass die von ihr so genannten „Schwellen- und Entwicklungsländer“ aufgrund des Bevölkerungsreichtums beispielsweise in China oder Indien deutlich gegensteuern müssen, auch wenn das ungerecht scheint, weil die Hauptverursacher des Klimawandels in den Ländern der westlichen Welt zu suchen sind. Auch diese These wurde von einem Diskutanten heftig kritisiert, obwohl man Kromp-Kolb meines Erachtens nicht vorwerfen konnte, im Sinne einer überheblich agierenden Wissenschafterin aus dem Westen agiert zu haben.
Im Folgenden hören Sie vorerst kurze Ausschnitte aus Hayk Pöschls Einleitung zur Veranstaltung. Pöschl kam nach dem Hinweis auf die Verkehrspolitik in OÖ, derzufolge Straßenverkehrsgroßprojekte wie der Linzer Westring drohen, darauf zu sprechen, wie „wir“ – aus seiner Sicht – mit Veränderungen durch den Klimawandel umgehen sollten.
Anschließend folgt ein längerer Ausschnitt aus Kromp-Kolbs Vortrag sowie drei der Fragestellungen bzw. Diskussionsbeiträge seitens des Publikums.

Zwischenmoderation:
Was noch hinzuzufügen wäre: Die Förderung von Schieferöl und Schiefergas ist auch hinsichtlich der Folgen für die Umwelt abzulehnen.
Zitat aus einer Greenpeace-Seite: „Die Schiefergasförderung boomt in den USA. In einigen europäischen Ländern, allen voran Polen, laufen unzählige Probebohrungen. Doch Schiefergas ist, genauso wie Erdöl oder Erdgas, ein fossiler Energieträger,der mit viel Aufwand an die Oberfläche gefördert werden muss. Die CO2- und Methanemissionen, die während der Schiefergasbohrung und bei Verwendung des Schiefergases entstehen, haben große Auswirkungen auf die Treibhausgasbilanz.“

Teersande, deren Abbau sich derzeit aufgrund der niedrigen Weltmarktpreise für Rohöl nicht mehr rentiert, sind ohnehin ein Verbrechen an Mensch und Natur, Teersandvorkommen gibt es in Kanada, Venezuela, den USA und Russland.

http://www.macleans.ca/economy/economicanalysis/is-canada-losing-50-million-per-day-on-oil-exports/

Rohölgewinnung aus Tiefseebohrungen bzw. Bohrungen in der Arktis sind alleine schon des Gefährdungspotenzials für die Umwelt abzulehnen, es reichen schon die Vorkommnisse im „Normalbetrieb“ bestehender Ölförderanlagen, Leck in Pipelines, Schiffsunglücke usw.

Ausschnitte aus Publikumsrunde Kromp-Kolb

Die von der Initiative Verkehrswende Jetzt durchgeführte Veranstaltung fand am 25.11.2015 im Pfarrsaal der Stadtpfarre Urfahr statt.
Den vollständigen Mitschnitt der Veranstaltung, somit den vollständigen Vortrag von Prof. Kromp-Kolb sowie sämtliche an sie gestellte Fragen und Diskussionsbeiträge können Sie unter http://cba.fro.at/302177 nachhören.
Ein filmischer Mitschnitt des Vortrags, aufgenommen vom Kollegen Rudi Schober, ist auf dorfTV nachzusehen und nachzuhören unter: https://www.dorftv.at/video/24125

Links zum Klimawandel/zu Klimapolitik/zum Sachstandsbericht Klimawandel 2014*:

http://derstandard.at/2000026754889-1937/Der-See-im-Spiegel-der-globalen-Erwaermung

http://science.orf.at/stories/1764916/

*http://www.umweltbundesamt.at/ms/klimawandelanpassung/de/kwa_forschungslandschaft/kwa_oesachstand/

Im nachfolgenden Beitrag ein paar Gedanken zur Verkehrspolitik in Linz, u.a. Bezug nehmend auf das minimalistische Budget für den „Bau von Rad- und Wanderwegen“ in Höhe von € 100.000,– für das Budgetjahr 2016.
siehe auch Aussendung Radlobby: https://www.radlobby.at/linz/offener-brief-radverkehrsbudget-linz-soll-auf-fast-null-sinken
Musik: feather drug (cc).
Eine Sendung von
Erich Klinger
erich.klinger (at) servus.at
4020 Linz , 17.12.2015

2)BI S 80 Lobau: Nein zur geplanten Abtragung der Schnellbahnstation Lobau:
Die AktivistInnen der BürgerInitiative S 80 Lobau wehren sich gegen die – von der ÖBB für 2016 geplante – Abtragung der Station Lobau. Sie fordern deren Erhalt und Wiedereröffnung. Seitdem dort keine Schnellbahnen mehr stehenbleiben hat die Bevölkerung massive Verschlechterungen ihrer öffentlichen Anbindung hinzunehmen. Ein untragbarer Zustand, vorallem weil diese Schnellbahnstrecke zur Entlastung der Südosttangente beitragen könnte. Durch die rege Bautätigkeit sind zahlreiche neue BewohnerInnen zu erwarten, die auch gerne die Station nutzen würden. Im neuen Koalitionsvertrag der Wiener Stadtregierung ist ein Ausbau der Schnellbahnen vorgesehen. Umso unverständlicher sind die Abrisspläne für die BI, die von Bürgermeister Häupl persönlich das Versprechen bekommen hat er werde sich für deren Wiedereröffnung einsetzen. Es ist zu fürchten, dass 2016 mit einer Abtragung der Station vollende Tatsachen geschaffen werden sollen. Die Bürgerinitiative will das auf keinen Fall hinnehmen und plant weitere Aktivitäten.

AktivistInnen der BürgerInitiative S80 Lobau im Gespräch mit Jutta Matysek.

Infos unter:

http://s80lobau.tk/
https://www.facebook.com/schnellbahn.lobau
www.lobau.org

3)Verkehrswende Niederösterreich: Die Verkehrsinitiativen Niederösterreichs vernetzen sich
Klimakonferenz in Paris und Österreich ist wieder einmal in Punkto Klimaschutz beschämend weit hinten. Der Verkehr ist Österreichs größtes Klimaschutzproblem. Von allen Sektoren weist der Verkehr die größte Zunahme der Treibhausgas-Emissionen seit dem Jahr 1990 auf.

Besonders arg ist es in Niederösterreich. Dort scheinen was die Mobilitätsplanung angeht die Uhren rückwärts zu laufen. Doch jetzt haben sich zahlreiche Verkehrsinitiativen zur Verkehrswende Niederösterreich zusammengeschlossen um gemeinsam etwas zu bewirken.

Axel Grunt einer der Gründer stellt im folgenden Interview mit Jutta Matysek die neue Vernetzungsplattform vor.

Alle Infos auf http://www.verkehrswende.at/noe/

http://www.vcoe.at/news/details/mehr-klimaschutz-im-verkehr-bringt-vielfachen-nutzen

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Produziert am:
14. Januar 2016
Veröffentlicht am:
14. Januar 2016
Thema:
Politik
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RedakteurInnen:
Erich Klinger, Jutta Matysek - Jutta.matysek@gmx.at
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