• buechsnradio_2015_khalid_cannito
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Eine Sendung in Zusammenarbeit mit Annalisa CANNITO und Raja’a KHALID
Erstausstrahlung am Mo 02. 02. 2015

Die neuen StipendiatInnen des Internationalen Fellowship-Programms für Kunst und Theorie, die Künstler_innen Bisan Abu-Eisheh (Palästina), Annalisa Cannito (Italien), Raja’a Khalid (Saudi-Arabien) und Emma Wolukau-Wanambwa (Großbritannien), beschäftigen sich in ihren jeweiligen Arbeitsvorhaben mit Fragen gesellschaftlicher Erinnerung, deren Formierung im globalen Norden maßgeblich von postkolonialen Amnesien geprägt wird. Am Freitag, 17. Oktober 2014, fanden in Büchsenhausen die sog. Start-Up Lectures statt. In diesem Rahmen stellten die neuen Stipendiat_innen sich und ihre Arbeit vor und gewährten einen Ausblick auf das jeweilige Arbeitsvorhaben in den kommenden Monaten.

In der Sendung im Februar 2015 strahlen wir die Präsentationen von Annalisa CANNITO und Raja’a KHALID aus.

Annalisa Cannito (*1984) führt in Büchsenhausen ihre künstlerischen Investigationen zur Aktualität des Verhältnisses zwischen Faschismus und Kolonialismus in Italien und Europa fort. Dabei geht es nicht zuletzt darum, den Gründen diesbezüglichen Schweigens in öffentlichen Diskursen in Italien nachzuspüren und diese sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck wird Cannito unter anderem mit MigrantInnen aus Libyen, Somalia, Eritrea und Äthiopien zusammenarbeiten.
http://www.nelventredelfascismo.noblogs.org

Raja’a Khalid (*1984) ist eine Künstlerin, die in Saudi-Arabien lebt. In ihrer gegenwärtigen Studiopraxis interessiert sie sich für gesellschaftliche Hierarchien des Raums, für historische wie gegenwärtige Ausformungen des „Ost-West-Dialogs“, materielle Kultur und Konsumerismus, Formen künstlerischer Interventionen in Archiven und neuerdings auch für Erscheinungsformen und Rhetoriken sozialer Systeme. Ihr Vorhaben mit dem Arbeitstitel „Die Politiken des Komforts“ wird sich in Büchsenhausen auf das Streben nach „körperlichem Komfort“ als ein Paradigma des Modernismus und des Fortschritts konzentrieren. Dabei wird es nicht zuletzt um eine transnationale Investigation gehen, ob und wie gegenwärtige Auffassungen von „Komfort“ auf imperiale Ursprünge und auf diplomatische Beziehungen zwischen unterschiedlichen Gesellschaften über Jahrhunderte hinweg zurückgeführt werden können.
http://www.minorhistories.org