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Im ersten Teil der Sendung ist Romina Achatz im Gespräch mit Karin Holzmann, Obfrau der „Selbstbestimmt Leben Initiative Oberösterreich“. In Oberösterreich sind im Moment über 360 Menschen mit Behinderung gezwungen ohne persönliche Assistenz ihren Alltag zu bewältigen, da die vom Land OÖ vorgesehenen budgetären Mittel nicht ausreichen. Karin Holzmann wünscht sich, dass die Politiker den Ernst der Lage und die Dringlichkeit erkennen und bedenken, was es bedeutet, wenn ein Mensch mit Behinderung nicht weiss, wie er morgens aus dem Bett herauskommt, oder wie er etwas zu essen bekommt. „Es geht nicht immer nur darum, dass ich versorgt werde, eine Wohnung habe, sondern um die menschlichen Werte, dass ich einmal ins Kino gehen möchte oder einfach nur spazieren gehen, hinaus möchte und ich nicht verkümmere in meiner Wohnung“. Die persönliche Assistenz ist ein Menschenrecht und tagtägliche Grundvorraussetzung für viele Menschen mit Behinderung, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Um durchzusetzen, dass der Bedarf an Persönlicher Assistenz für Menschen mit Behinderung abgedeckt wird, hat sich die „Plattform für bedarfsgerechte Persönliche Assistenz in OÖ“ gebildet. Zu dieser Plattform gehören die IVMB, der Verein Inklusa, die IV-AG der PA GmbH, SOS Menschenrechte, die Solidarwerkstatt und die Selbstbestimmt-Leben-Initiative OÖ. Seit vielen Monaten gibt es immer wieder Mahnwachen vor dem Landhaus in Linz, um auf die akute Notwendigkeit von Persönlicher Assistenz aufmerksam zu machen- zuletzt am den Mittwoch, den 8. Juli, von welcher wir im Anschluss an das Gespräch einen Beitrag von Martina Winkler senden.

http://www.sli-ooe.at

„KEEP IT ALL INSIDE“ ist der Titel der am Dienstag, den 7. Juli eröffneten Ausstellung im KunstRaum Goethestrasse xtd. Der temporär genutzte, nur von Außen zu besichtigende Schauraum des Kunstraumes wird über den Sommer zu einem Diorama mit Modellen städtischer Szenarien. In der Ausstellung „keep it all inside“ sind darin modellhafte Objekte kollektiver Behausungen als Raumeinheiten zu sehen. Bernd Oppl setzt eine Kombination aus alltäglicher Architektur und urbaner Szenerien aus kollektiven Erinnerungen und Fantasien in Szene. Durch die Verzerrung ins Pointierte kippen die Objekte ins Absurde oder sie verkörpern in ihrer ungeschützten Gestalt prekäre Architekturen. Die Häuser, Fassaden, Szenerien werden zu Stimmungsbildern, zu Bildern existentieller Befindlichkeiten. Bernd Oppl interessiert die Subjektivierung von Architektur sowie die Wechselwirkung von Film und Architektur. In der Ausstellung wird für die Zuseher*Innen u.a. der Blick auf die Häuserfassaden, die von flackenderen Fernsehlicht von Innen bespielt werden, wiedererlebtbar. In einem Gespräch mit Radio Fro spricht Bernd Oppl über seine aktuellen Kunstwerke, die noch bis 30. September im KunstRaum Goethestrasse zu sehen sind.

http://www.berndoppl.net
http://www.kunstraum.at

Durch die Sendung führt Romina Achatz.