Emanzipation/Teilhabe in Subkultur und Lebenswelt | Cultural Broadcasting Archive
 
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Das Frozine vom 25. Juni legt den Schwerpunkt auf die Partizipation von Frauen in Subkultur und Arbeitswelt. Zunächst hören wir einen Beitrag über die Linzer-Skateboard Senze, der sich auch mit der Rolle von Frauen in diesem Sport beschäftigt. Anschließend folgt ein Interwiew über die Geschlechterverhältnisse in der DIY-Punk-Szene, das Franziska Sonar von Radio Bermuda (Mannheim) geführt hat. Auch die Herausforderungen vor denen Frauen in der österreichischen Arbeitswelt stehen werden in dieser Sendung thematisiert. Zum Schluss widmet sich ein Beitrag von Radio Corax der Situation von Geflüchteten in Luxemburg.

Skaten im Spannungsfeld zwischen alternativer Subkultur und Konsum

In den Sommermonaten macht sich wieder bemerkbar, dass es in Linz  eine beachtliche Skateboard-Szene gibt.  Vor allem auf den einschlägigen Skateplätzen in Uhrfahr und Linz-Land kann man die Skater*innen dabei beobachten wie sie ihre Fahrkünste unter Beweis stellen. Dabei ist Skaten aber nicht nur ein Sport, sondern auch mit einem ganz bestimmten Lebensgefühl verbunden. Vergangenen Sonntag fand in Wagram wie jedes Jahr der „Go-Skateboarding-Day“ statt, der unter anderem vom Skateshop Radix organisiert wurde. Andreas Pfleger, Mitbesitzer des Radix, erzählt in einem Beitrag von Julia Krikler was Skaten für ihn bedeutetet und wie der Widerspruch zwischen alternativer Subkultur  und Kommerz in der Szene aufgebrochen werden kann. Thematisiert wird auch, dass noch immer sehr wenig Frauen in der Skateboard-Szene präsent sind. Die Musik im Beitrag stammt von Arnaud Bonhour.

 

Geschlechterverhältnisse in der DIY-Punk-Szene

Der Ethnologe Hans Berner befasst sich im folgenden Interview mit der Frage der Gleichberechtigung in der deutschen DIY (Do It Yourself) und Punk Szene und geht der Frage nach, ob diese ihren emanzipatorischen Ansprüchen gerecht werden kann. Der Beitrag wurde gestaltet von Franziska Sonar (Radio Bermuda/Mannheim).

 

Frauen in der Arbeitswelt 

Erika Rippatha, die Frauenbeauftragte der oberösterreichischen Arbeiterkammer, erläutert die aktuellen Brennpunkte auf dem Arbeitsmarkt in Bezug auf Gleichberechtigung. Themen sind unter anderem das dezfizitäre Betreuungsangebot, fehlende Vollzeitarbeitstellen für Frauen sowie die ungleiche Verteilung der innerfamiliären Care-Arbeit zwischen den Geschlechtern. Das Interview wurde geführt von Julia Krikler. (Anmerkung: Der Beitrag wurde aus Zeitgründen leider nicht im aktuellen Frozine gesendet, wird aber zum Nachhören gesondert auf CBA gestellt. Wer sich zum Thema informieren möchte, kann den aktuellen Frauenmonitor der Arbeiterkammer Oberösterreich kostenlos downloaden.)

 

„keen ass illegal“ – Sitation von Flüchtlingen in Luxemburg

Der abschließende Beitrag wurde von der tagesaktuellen Redaktion des freien Radio Corax gestaltet. Er thematisiert die Lage von geflüchteten in Luxemburg, die unter ähnlich prekären, inhumanen Bedingungen leben müssen wie in den meisten europäischen Ländern. Im Interview zuhören ist die Aktivistin Sandie Richards.

Wir schauen in ein Land, dass so groß ist wie das Saarland, und das auch gleich daneben liegt. Ich spreche von Luxemburg. Dort wird heute der Nationalfeiertag begangen. Eine Nation der wenigen. 500 000 Einwohner hat das kleine Land, und davon sind die meisten Zugewandert. Die Pass-Luxemburger und Luxemburgerinnen sind in dem Land in der Unterzahl, und das führt offfensichtlich zu einer konservativen Gesellschaft. Das zeigte sich kürzlich in einem Referendum. Die Luxemburger und Luxemburgerinnen sollten darüber abstimmen, ob EU-Ausländer, die schon 10 Jahre in Luxemburg wohnen, ein Wahlrecht erhalten sollen, oder nicht. Das Parlament war dafür, die Bürger und Bürgerinnen aber dagegen. Die fürchteten wohl um ihre Identität als Luxemburger. Also geht das undemokratische Verhältnis weiter – die Minderheit regiert in dem Land über eine Mehrheit. Denn über 60 Prozent der luxemburger Bevölkerung sind EU-Ausländer. Da stellt sich die Frage, wie in Luxemburg mit jenen umgegangen wird, die noch weniger haben, die aus der Not geflüchtet sind und ein besseres Leben in diesem kleinen sehr reichen Land suchen. Also Flüchtlinge, Refugees. Wie die Situation von geflüchteten Menschen in Luxemburg aussieht, damit haben sich unsere Corax-Redakteurinnen auf einer Luxemburg-Reise beschäftigt. Sie trafen dort die Aktivistin Sandie Richards, die uns nun auf englisch erzählt, in welcher Unterstützergruppe sie aktiv ist.“

 

Durch die Sendung führt Julia Krikler

Die Musik stammte von „Evôme“ aus Frankreich.