• 2015-04-22_Gesamtsendung
    42:35
  • MP3, 128 kbps
  • 39 MB
Klicken Sie auf 'Download', um die Datei in der Originalqualität herunterzuladen.

#Am Samstag, 18.April, fand der globale Aktionstag gegen TTIP & Co statt. Auch in Graz gab es den ganzen Tag über Aktionen sowie eine vom Aktionsbündnis Graz organisierte Demonstration. Silvia war für VON UNTEN auf der Straße dabei und hat einige Stimmen eingefangen. Auf der Demo waren u.a. auch Rechte/Rechtsextreme Personen zu sehen. VON UNTEN sprach mit dem Presseverantwortlichen des Aktionsbündnisses darüber, wie auf der Demo damit umgegangen wurde und welche Konsequenzen das Bündnis daraus zieht.

#Die Flüchtlingskatastrophen haben in den letzten Tagen die Medien beherrscht. Das bringt natürlich einige Konsequenzen mit sich. Konsequenzen, die nun die Innen- und Außenminister*innen der EU am Montag in Brüssel diskutiert haben. Erste Beschlüsse besagen, dass die Seenotrettungsmission vor der italienischen Küste mit mehr Geld unterstützt werden soll. Vorbild ist der Anti-Piraterie-Einsatz vor Somalia sein. Die Komission möchte gezielt versuchen, die Schlepper zu zerstören. Schlepper haben laut den Minister*innen die Schiffe organisiert, die in den letzten beiden Tagen mehr als eintausend Menschen das Leben gekostet haben. Die Ereignisse hätten gezeigt, dass Handlungsbedarf bestehe. Es müsse zudem besondere Hilfe für die Staaten geben, aus denen geflüchtet wird. Die Hilfsorganisation sehen die Beschlüsse bezüglich der Flüchtlingspolitik kritisch. Ein Beitrag von Hauke van Göns von Radio Lora aus München, mit Stimmen von medico international, Brot für die Welt und Pro Asyl.

#Im Rahmen der agit.DOC-Filmreihe im Forum Stadtpark wurde vor zwei Wochen der Dokumentarfilm „Night Will Fall“ von Andre Singer gezeigt. Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ein Kamerateam machte Bilder und sammelte damit Beweise für die Verbrechen des NS-Regimes. Der Londoner Produzent Sidney Bernstein plante aus diesem Material sowie weiteren Aufnahmen der Alliierten einen Film zusammenzustellen, der die Größenordnung der NS-Vernichtungspolitik belegen und so den Kampf gegen Deutschland auch psychologisch unterstützen sollte. Alfred Hitchcock wurde gebeten, den Film zu montieren. Doch nach dem Ende des Krieges änderte sich die Politik der Besatzungsmächte: Statt die Deutschen mit ihrer Schuld zu konfrontieren, galt es angesichts der Anforderungen des Wiederaufbaus, neue Zuversicht zu verbreiten. Die authentischen Szenen unsagbaren Grauens wurden den Archiven übergeben. Night Will Fall rekonstruiert die Geschichte des unvollendeten Films, der über Jahrzehnte als „missing Hitchcock“ gehandelt wurde. Im Anschluss an den Film gab es ein Publikumsgespräch mit dem über Skype zugeschalteten Regisseur. Irene war für VON UNTEN dabei. Ausserdemhört ihr ein Kommentar von Tina zum Thema.

#Ausgewählte Kulturtipps