• Sendereihe Nachspann, Folge 18
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Ausgangspunkt für die beiden Nachspann-Gespräche mit Margit Kain – am 31. März und am 30. Juni – war die gemeinsame Überlegung von Alenka Maly und mir, dass es doch an der Zeit wäre, Margit Kain über deren eigenes Leben zu Wort kommen zu lassen.

Wenn Margit Kain erzählt, stehen meistens andere Menschen im Vordergrund:

Persönlichkeiten wie der 1997 verstorbene Schriftsteller Franz Kain, mit dem Margit 36 Jahre verheiratet war. Oder die Tochter Eugenie, ebenfalls Schriftstellerin, deren letztlich tödliche Erkrankung Margit hautnah miterleben musste. Margit Kain betreut den literarischen Nachlass von Franz Kain und verwahrt den Nachlass ihrer Tochter.

Die Eltern, Großeltern. Die Menschen in ihrem Umfeld als Kind, Jugendliche, Heranwachsende. Das Aufwachsen im Krieg und umgeben von Personen, Persönlichkeiten, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus waren.

Die in ihrer persönlichen Geschichtsschreibung lebendig gebliebenen Menschen, die als SozialistInnen und KommunistInnen im Ständestaat, nach 1933 und 1934, und nach dem Anschluss politisch tätig waren.

Viele der Menschen, die ihr Zeit ihres gut 77-jährigen Lebens begegnet sind, in den von Anfang an bewegten Zeiten:

Als Heranwachsende. Als junge Frau in der Redaktion der Tageszeitung „Neue Zeit“ (die oö. Ausgabe der einstmaligen kommunistischen Tageszeitung „Volksstimme“) und später bei der ÖSG (Österreichisch-Sowjetischen Gesellschaft) Arbeitende. In ihrem jahrzehntelangen Engagement in der KPÖ. In den gemeinsamen Jahren mit Franz Kain, dem Journalisten, Redakteur, Politiker und Schriftsteller, in denen beide viel „unter die Leut'“ gekommen sind.

Natürlich kommt im Erzählen auch die Persönlichkeit der Erzählenden zum Vorschein, selbst wenn sie sich und ihr eigenes Leben  in den Hintergrund rückt.

Doch ist es uns, Alenka und mir, ein Anliegen, dass Margit weniger über andere und mehr über sich selbst erzählt. Daher also die beiden Sendungen.

Zum ersten Gespräch mit Margit Kain:

Kindheit, Schulzeit, Jugend: zweiter Weltkrieg, häufige erzwungene Ortswechsel, Erholungsreise in die Schweiz (mit Folgen), eine verschluckte Nadel.  Beginn des eigenen politischen Engagements. Trennung der Eltern. Besuch der Knödel-Akademie (Hauswirtschaftsschule). Reisen zu Jugendfestspielen. Erste Liebe? Ein Foto-Album als Gastgeschenk einer sowjetischen Familie.

Das zweite Gespräch ist unter http://cba.fro.at/291487 nachzuhören, in der Beschlagwortung zur zweiten Sendung finden sich auch die Links zu den die Sendung jeweils begleitenden Filmaufnahmen durch dorf tv.

Byrds – Turn Turn Turn; Johnny Cash – Further on up the road; Paul Robeson – Summertime; Johnny Dorelli – Volare; Billy Bragg – The Internationale.

„Nochmals Musik“ in meiner Einstiegsmoderation vor der ersten Musiknummer bezog sich auf den Übergang von den vorangehenden Wegstrecken, die mit Musik endeten.

Erich Klinger