• Europa von unten - September 2004
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1. „Migration et Development” ist eine französich-marrokanische Initiative, die 1986 von Jamal Hussein, einem marokkanischen Gastarbeiter gegründet wurde. Marokkanische Migranten bauen mit Unterstützung von freiwilligen HelferInnen aus Frankreich Infrastrukturprojekte in ihren Heimatregionen auf. Seit 1989 sind auf diese Weise 112 Dörfer oder Siedlungen mit Strom versorgt worden. 70 Brunnen wurden gebaut sowie 14 Zisternen und 5 Staubecken. Geraldine Marx, Mitarbeiterin von Migration und Development in Marseille erläutert die Ziele und die Arbeit der Organisation näher.
Mehr Infos unter: www.migdev.org

2. Slowenien nach dem EU-Beitritt
Slowenien ist vielleicht das Land für dessen Bewohner der Beitritt mit den wenigsten Veränderungen verbunden war. Seit dem Zerfall Jugoslawiens war der EU-Beitritt erklärtes Ziel praktisch aller Parteien. Während sich nun die Grenzen zu den anderen EU-Ländern leichter passieren lassen sollten, entstanden nun neue Grenzen wo während Generationen überhaupt keine bestanden. In drei Jahren soll Slowenien zu den Schengenländern gehören und wird dann eine Außengrenze der Festung Europa gegen Kroatien errichtet haben.
Darij Zadnikar ist Philosophie Professor an der UNI Ljubljana und seit langem im Rahmen verschiedener kritischer Initiativen engagiert. Er vermittelt uns ein Stimmungsbild aus Slowenien 4 Monate nach den großen Beitrittsfeiern.

3. UNESCO-Konvention zum Schutz der Kulturellen Vielfalt
Seit dem Herbst letzten Jahres gibt im Rahmen der UNESCO die Initiative zur Verankerung einer weltweiten Konvention zum Schutz der kulturellen Vielfalt, die ersten Überlegungen gehen schon auf Ende der 90er Jahre zurück. Wenn es nach den Autoren der GATS-Verträge geht, soll künftig auch im Kultur- und Bildungsbereich nur noch das Diktat des Freien Marktes gelten und bereits die Förderung „heimischer Kultur“ könnte als Wettbewerbsverzerrung untersagt werden. In vielen Ländern wird derzeit der seit Juli vorliegende UNESCO-Konventionsentwurf öffentlich diskutiert. 2005 sollte dieses internationale Dokument durch die UNO Vollversammlung angenommen werden und rechtlich bindend den unterzeichnenden Staaten die Unterstützung ihrer eigenen Kulturen ermöglichen. Mercedes Echerer erläutert im Interview die Zusammenhänge und die aktuelle Diskussion.

4. Buchvorstellung – „Zimt in der Suppe – überraschendes Griechenland”
von Werner van Gent und Paul l. Walser
Die EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2003 und der Olympiarummel diesen Sommer haben Griechenland wieder einen festen Platz auf den Titelseiten eingebracht. Es ist bereits seit 1981 EU-Mitglied, meist kommen beim Stichwort Griechenland doch nur die üblichen Klischeebilder in den Sinn. Urlaub – Sirtaki – Retsina – Tsatsiki
„Zimt in der Suppe” vermittelt beim Lesen ungewohnte Einblicke und Eindrücke, es ist eine Mischung aus Reiseführer und Einführung vor allem in die Nachkriegsgeschichte, Wirtschaft und Kultur Griechenlands. Mehr Infos unter: www.rotpunktverlag.ch

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Produziert am:
29. August 2004
Veröffentlicht am:
02. September 2004
Thema:
Politik MigrantInnen
Sprachen:
,
Tags:
RedakteurInnen:
Europäisches Bürgerforum
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