• Geiz ist geil
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– aber nur, solange die Pferdefleischlasagne nicht auf dem eigenen Teller landet. Und solange nicht der eigene Betrieb oder Arbeitsplatz betroffen sind. Tendenziell nehmen auf verschiedenen Märkten sowohl das Billig-, als auch das Luxussegment zu, während die Mitte schwindet. Unternehmen sind stärker mit einer globalen Konkurrenz konfrontiert, was einhergeht mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten für lokal und international agierende Firmen.

Die Tendenz zum »Geiz« ist jedoch keine zwangsläufige: Länder mit höheren Standards entwickeln sich insgesamt wirtschaftlich über Jahrzehnte besser als solche mit besonders billigen Lohn- und Produktionskosten. Wo ist die Grenze des Geizes? Sind Rabattschlachten und Schnäppchenjagden Ausdruck des Geizes eigennützig handelnder KonsumentInnen oder lassen sie sich auf die globale Konkurrenz von Unternehmen zurückführen? Wie aussichtsreich sind Aufrufe zum ethischen Konsum oder zur politischen Eingrenzung des Dumpings?

In dieser Sendung bringen wir den Vortrag von Silke Ötsch, vom Institut für Soziologie der Uni Innsbruck, den sie im philosophischen Café in Kufstein hielt. Eingeladen hat die Grüne Wirtschaft, das Offene Grüne Forum Kufstein und Die Grüne Bildungswerkstatt Tirol.

Für die musikalischen Einlagen bedienten wir uns bei Ludovico Einaudi mit Lontano, Jerry Buggs mit Troubletown und Slide, Udo Lindenberg mit dem Club der Millionäre und Danke von den Wise Guys.