• SG85: Spielen
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Das Leben ist ein Spiel – manchmal aber eben auch ein Scheißspiel. Ist das Leben ein Spiel? Rosi hält das für eine kokette Wendung von vollgefressenen Bürgerlichen, die keine Ahnung haben, was das Leben manchmal für ein Kampf sein kann. ‚Ce meint aber eher, daß wir doch alle Rollen spielen und uns dessen einmal bewußtwerden müssen, um die Regeln dieses Spiels ändern zu können.

Willkommen zu einer Sendung über das Spielen. Was ist das eigentlich? Ein nicht unerheblicher Teil der Sendung geht um die Frage der Abgrenzung des Begriffs – schließlich wird überall gespielt: Im Leben wie mit der Miniatur-Eisenbahn, mit menschlichen Gefühlen wie auf der Flöte, in der Erotik wie in Politik und Wirtschaft. Etymologisch dürfte das Wort „Spiel“ von einem Begriff für „Tanz“ herleitbar sein. Also ein tänzerischer, leichtfüßiger oder gar -fertiger Umgang mit der Welt? Ist das Spiel das Gegenteil von Ernsthaftigkeit oder deren Probe oder gar deren Bedingung?

Was wäre der Mensch ohne das Spiel? Über das Spiel lernt das Kind: Es macht spielerisch nach, was die Erwachsenen tun. Gibt es ein Lernen ohne das Spiel? Kann es sowas wie Kultur oder Technik ohne das Spiel überhaupt geben?

Wie so oft: Eine chaotische Sendung. Ein Spiel mit Assoziationen. Und vielleicht ein Anreiz für die Zuhörenden, sich selbst zu spielen – mit Begriffen oder mit der Welt…

Plus: ‚Ce verliert beim Schnapsen gegen Rosi. Seinen Ärger darüber kann man hier auch nachhören…