• 20140905freiheit_fuer_ahmed_interview_bruder
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Die Abschiebemaschinerie drehte sich auch über den Sommer weiter. Auf einen Fall machten am Freitag, den 5.9.2014 rund 100 Antirassist_innen vor dem Polizeianhaltezentrum Hernalser Gürtel aufmerksam.

Ahmed ist somalischer Staatsbürger. In den Niederlanden erhielt er einen negativen Asylbescheid. Daraufhin schlug er sich nach Österreich durch. Hier kam er am 19. Jänner an. In Traiskirchen stellte er einen neuen Asylantrag. Ab 23. April wohnte er bei seinem Bruder, der in Wien lebt. Sein Bruder kam für alle Kosten auf.
Das Asylverfahren läuft noch. Und doch wurde Ahmed am 2. September in Schubhaft genommen. Er soll gemäß den Dublin-Verträge in die Niederlande abgeschoben werden. Dort wäre er wieder unversorgt und obdachlos. In Darmstadt in Deutschland entschied ein Gericht unlängst, dass Abschiebungen in die Niederlande nicht rechtmäßig sind, weil aufgrund der schlechten Versorgung dort die körperliche Unversehrtheit auf dem Spiel steht. In Österreich wird freilich trotzdem in die Niederlande abgeschoben. Auch Ahmeds ärztlich attestierte posttraumatische Störungen finden hier keine Beachtung.
Gegen einen ersten Abschiebeversuch konnte sich Ahmed erfolgreich wehren. Jetzt befindet er sich in Hungerstreik. Ahmeds in Wien lebender Bruder berichtete uns am Rande der Kundgebung für Ahmed über dessen Situation.

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