• buechs_n_radio_2014_01_06_suepekulativen_schuster_dickhage
    21:05
  • MP3, 128 kbps
  • 19.31 MB
Klicken Sie auf 'Download', um die Datei in der Originalqualität herunterzuladen.

Das Paradox des Spekulativen
Eine Sendung in Zusammenarbeit mit Cathleen SCHUSTER und Marcel DICKHAGE
——————————-

Die BÜCHS’N’RADIO-Sendung im Januar 2014 ist dem Thema Spekulation gewidmet. Im Mittelpunkt steht ein diesbezüglicher Vortrag der Büchsenhausen-Fellows Cathleen SCHUSTER und Marcel DICKHAGE im Rahmen der Start Up Lectures 2013/14 im Künstlerhaus Büchsenhausen.

Spekulation (von lat. speculari spähen, beobachten; von einem erhöhten Standpunkt aus in die Ferne spähen) ist ein Begriff der Alltagssprache, sowie eine Wirtschaftstechnik und eine philosophische Denkweise. Die Spekulation hat viele Formen: als Spekulation auf (intellektuelles) Wissen, auf eine Erfindung, auf unbekannte Sterne, auf Liebe, auf einen Tatverdächtigen oder auf Geld und Besitz. Spekulation ist ein Paradox, dessen Potentiale gleichermaßen progressiv wie regressiv sein können. Vertane Spekulation vermag es, starke Reaktionen bis hin zu globalen Protestwellen auszulösen und Volkswirtschaften in die Depression zu stürzen eine der umfangreich dokumentierten Seiten zeitgenössischer Spekulation.

In einer aktuellen Arbeitsreihe interessiert Schuster und Dickhage, wie sich eine Darstellbarkeit von Spekulation erreichen lässt, beziehungsweise inwieweit eine künstlerische Öffnung des Begriffs für eine (Wieder-)Aneignung der BetrachterInnen ermöglicht werden kann. Das künstlerische Interesse für die Spekulation liegt nach Schuster und Dickhage in ihrer Aktualität, ihrer potentiellen Wiederholbarkeit und in der Problematik der Äquivalenz. Wenn das Spekulative selbst nicht unbedingt einer Äquivalenz verpflichtet ist, lässt sich dann überhaupt eine künstlerische Entsprechung von ihr herstellen? Oder ist die Verpflichtung zur Äquivalenz hier konzeptuell überholt oder hinfällig? Wie kann eine Öffnung des Begriffs des Spekulativen (entgegen dogmatischer Kritik) erreicht werden, die Raum für die BetrachterInnen schafft, sich den Begriff selbst (wieder) anzueignen?