15 Jahre danach: Was war die Operation Spring? (Ausschnitte aus Sendung http://cba.fro.at/2436 vom 28. Mai 2004) | Cultural Broadcasting Archive
 
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Vor 15 Jahren, am Morgen des 27. Mai 1999, stürmen 850 Polizist_innen Wohnungen und Flüchtlingsheime in ganz Österreich. Der Codename der Polizeiaktion war „Operation Spring“. Es war die größte kriminalpolizeiliche Aktion seit 1945. Insgesamt wurden an die 100 schwarze Menschen verhaftet.

In den folgenden Jahren entwickelte sich daraus das größte Justizverfahren gegen schwarze Menschen in Österreich. Fast alle Angeklagten wurden verurteilt. Das gesamte Strafausmaß betrug rund eintausend Jahre Haft.

Was war die Operation Spring? Und was führte zu diesem rassistischen Höhepunkt in der Geschichte der österreichischen Polizei und Justiz nach 1945? Diesen Fragen ging 2004 eine Studiodiskussion auf ORANGE 94.0 auf den Grund. Wir hören ein paar kurze Ausschnitte mit einem antirassistischen Aktivisten und dem Anwalt Lennart Binder.

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Wir hörten Ausschnitte aus der Sendung Rebel Voice auf ORANGE 94.0 vom 28. Mai 2004. Die komplette zweistündige Sendung ist auf http://cba.fro.at/2436 zu finden. Zum Thema Operation Spring gibt es umfangreiches Textmaterial auf no-racism.net: http://no-racism.net/rubrik/160/ Auch auf no-racism.net zu finden ist die Broschüre „1000 Jahre Haft“ über die Operation Spring & institutionellen Rassismus, ein Resümee der antirassistischen Gruppe GEMMI: http://no-racism.net/article/3453/
Über die Operation Spring gibt es auch einen ausgezeichneten Dokumentarfilm von Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber. Der Film stellt die Frage, ob die Angeklagten jemals die Chance auf ein faires Verfahren hatten.
Der Film ist auf DVD bei Hoanzl erhältlich oder auch online zu kaufen.
Infos und Links dazu gibt es auf der Website der Filmemacher_innen: http://www.schnittpunkt-film.com/