• knaeste_zu_bauluecken
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Die Sendung beschäftigt sich mit dem neuen Abschiebegefängnis in Vordenberg (Steiermark), dessen Eröffnung mit einer Pressekonferenz am 15.1.2014 stattgefunden hat. Was ist (nicht nur!) an diesem Tag passiert? Wir erzählen über Aktionen gegen Schubhaft, die damit einhergehenden Abschiebungen und das neue Gefängnis.

„Der Knast in Vordernberg ist der erste in Österreich, in dem ausschließlich Schubhäftlinge inhaftiert sind und wurde am 04.03.14 in Betrieb genommen. Der Schubhäfn in Vordernberg ist zudem der erste teilprivatisierte Knast in Österreich. Die ‚Repressionsdienstleistungen‘ übernimmt der Scheißverein G4S, dessen menschenverachtende Methoden gemeinhin bekannt sind. So stehen aktuell zwei Mitarbeiter der ‚Sicherheitsfirma‘ vor Gericht, weil sie einen Menschen im Rahmen seiner Abschiebung ermordet haben.
Vordernberg wird als Vorzeigeprojekt präsentiert, Assoziationen mit Gefängnis, Haft oder Zellen sollen nicht aufkommen. Stattdessen wird von Angehaltenen, Wohngruppen und Gemeinschaftsräumen gesprochen. Unter dem Vorwand besserer Haftbedingungen soll hier die menschenverachtende Abschiebepraxis in Österreich verschleiert werden.“ (Quelle: https://linksunten.indymedia.org/en/node/107929)

Scheisse schön verpackt?!
Wir machen deutlich warum die Schubhaft in Vordernberg nichts anderes als ein Gefängnis, in dem 200 Menschen bis zu ihrer Abschiebung eingesperrt werden können, ist. Dazu werden Flyer_Texte vorgelesen und kommentiert. Eine Vordernbergin erzählt in einem Interview was für Lügen vor dem Bau gestreut wurden und wieso sie, trotz der neune Arbeitsplätze (ein „Argument“, welches in der Entstehungsgeschichte eine wesentliche Funktion hatte und z.B. vom Bürgermeister eingesetzt wurde, um mehr Stimmen für den Bau zu bekommen) gegen die Politik und die Gefangenschaft ist.
Es ist unmöglich „humane“ Gefängnisse für „freiwillige“ Abschiebungen zu bauen!!!
Wir versuchen die Berichterstattung der Systemmedien, die vorallem die Beteiligung von G4S skandalisierten, aufzubrechen. Es ist ein Versuch die Kritik an Profiteuren (das Architektenbüro SUE, diverse Fluglinien, Frontex, ect.) mit Knast_Gesellschaft_s_Kritik zu verbinden. Es ist ein Versuch den Euphemismus aufzuzeigen und Mut für gemeinsame Kämpfe zu verbreiten. Egal in welchem Stil der Knast erscheint, der Widerstand von Gefangenen wird weitergehen und somit wollen wir uns auch nicht verarschen lassen und die Mauern ebenfalls bekämpfen. Die Verantwortung liegt nicht nur bei Institutionen, Politiker_innen, Journalist_innen, staatlich und privat bezahltem Personal. Das Schweigen_Zustimmen zu (rassistischen) Herrschaftsverhältnissen tragt dazu bei, dass Profite über Menchenleben (von nicht EU-Staatsbürger_innen und Menschen ohne Papiere) gestellt werden.
Befreit alle Gefangenen!
Knastgesellschaft angreifen!
Für die Freiheit, für das Leben, Knäste soll’s nie wieder geben!

 

Ein weiterer Bericht „Vorderberg – ins Gesicht! Schöne Knäste gibt es nicht!“ über den Tag der Eröffnung befindet sich auf https://linksunten.indymedia.org/en/node/103643

 

Update: Die ersten Schubhätlinge wurden, entgegen den Aussagen in der Sendung, erst mehrere Wochen nachdem die Eröffnung stattgefunden hat, in Vordernberg eingesperrt. Wie wir einer APA Aussendung entnommen haben.
„Erste Schubhäftlinge im Anhaltezentrum Vordenberg“ – Dokumentation APA Aussendung http://no-racism.net/article/4600/