Hänschen klein: Eine etwas andere Deutschstunde

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Deutschstunde bei Ute Bock

Hänschen klein ist ein Volkslied aus der Zeit des Biedermaier (Franz Wiedemann 1821–1882), das den Ablösungsprozess von den Eltern als Teil des Erwachsenwerdens beschreibt.  Wer den Originaltext in allen seinen 3 Strophen kennt, muss zugeben, dass es in der sogenannten Trivialliteratur kaum schönere Zeilen gibt, die in wenigen Bildern vom Abschiednehmen, Aufbrechen, Reisen in die Fremde, Trennungs-schmerz und der tröstlichen Hoffnung auf eine mögliche Rückkehr ins Vertraute und dem Wiedererkanntwerden erzählen. Genau das trifft alles auch für MigrantInnen zu. Mit dem gravierenden Unterschied allerdings, dass MigrantInnen nicht freiwillig ihre Heimat und das ihnen Vertraute aufgeben, um erwachsen zu werden. Selbst ihre mögliche Rückkehr ist infrage gestellt. Der Text gab Anlass, etwas über ihre Lebenssituation zu erfahren. Wir hören ihre  in den Medien so selten gehörten Stimmen, „Hänschen klein“ in 6 Muttersprachen, ein persisches Liebeslied, und zwei Kinderlieder aus Somalia und Mali.

 

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